Dienstag, 23. Juli 2013

Rezension: Jagd in der Tiefsee (Roland Smith)

Carlsen Verlag
Gebunden, 400 Seiten
ISBN: 978-3-551-52026-5
19,99 €

Ein kurzer Einblick

Martys Eltern sind im Dschungel verschollen. Daher lebt er bei Travis Wolfe, seinem Onkel, auf der Insel Cryptos. Bald stechen sie beide auf eine Reise auf, bei der sie versuchen werden, einen Riesenkalamar zu fangen. Doch Noah Blackwood ist ihnen auf den Fersen und versucht, die Forschungsreise zu sabotieren.

Bewertung

„Jagd in der Tiefsee“ ist der Nachfolgeband von „Jagd nach dem Schattenwesen“. Den ersten Band habe ich nicht gelesen, aber durch die gute Einführung am Anfang weiß man schnell, was in „Jagd nach dem Schattenwesen“ passiert ist. Marty 0´Haras Eltern werden im Dschungel vermisst. Im ersten Band war Marty im Kongo und von dort brachte er zwei Dinosauriereier mit. Grace erfuhr auf der Expedition, dass sie nicht, wie gedacht, Martys Zwillingsschwester ist, sondern seine Cousine und die Tochter von Travis Wolfe. Noah Blackwood ist ihr Großvater. Er probiert, sie in seine Gewalt zu bekommen und schreckt auch nicht vor Sabotage zurück, um sein Ziel zu erreichen.
Die Geschichte fängt rasant an, denn Marty und sein gerade eben eingetroffener Freund, Luther, müssen die Schimpansin Bo einfangen, die mit einem Quad quer über die Insel heizt. Doch am Anfang bin ich nicht ganz in die Geschichte reingekommen.  Da kam es mir zu Gute, dass die Kapitel relativ kurz gehalten sind. Während ich weitergelesen habe, bin ich immer mehr in die Geschichte eingetaucht. Die Charaktere wurden mir vertraut und es gab viele überraschende Momente. Die letzten 100 Seiten habe ich an einem Stück gelesen. Durch die vielfältigen Charaktere sowie die witzigen und auch spannenden Szenen entwickelt der Roman eine Art Eigendynamik, von der sich der Leser fesseln lässt.
Was mir nicht so gut gefallen hat, waren die stereotypischen Charaktere auf der Seite der „Bösen“. Noah Blackwood wurde als skrupelloser Mensch dargestellt, der über Leichen geht. Auch sein Handlanger Butch strotzt nur so von bösen Charakterzügen, die sich schon in seiner Kindheit gefestigt haben. Hier waren mir die Charaktere zu einseitig gezeichnet. Allerdings wird am Ende alles ein bisschen relativiert und ich hoffe, Roland Smith greift die Vielschichtigkeit der böse dargestellten Menschen im dritten Band wieder auf.

Fazit

„Jagd in der Tiefsee“ ist ein spannender und actionreicher Roman für jugendliche Leser. Die Anzahl bunter Charaktere lässt den Roman sehr lebendig wirken und die vielen technischen Wunder beflügeln die Phantasie. Einzig auf der Seite der „Bösen“ gibt es Schwächen. Ansonsten top!

3,5 von 5 Punkten


Wir danken dem Carlsen Verlag für das bereitgestellte Rezensionsexemplar

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