Sonntag, 7. April 2013

Rezension: Spacelords – Sandaras Sternenstadt (Wolfgang Hohlbein, Johan Kerk)

Bastei Lübbe
Taschenbuch, 220 Seiten
ISBN 3-404-23149-X
1. Auflage April 1994 - kein Festpreis


Ein kurzer Einblick

Von der ursprünglichen Gruppe der Überlebenden des Anschlags auf die Mine von Hadrians Mond sind jetzt nur noch wenige übrig: Sheryl und Nabtaal wurden im zweiten Teil gefangen genommen und Cedric Cyper versucht zusammen mit dem Yoyodynen Kara-Sek und seinem alten Freund Maylor – welcher unfreiwillig mit in die ganze Sache hineingerutscht war – die beiden aus den Händen der Verschwörer zu befreien. Dafür müssen sie in die Höhle des Löwen und mit einem mehr oder weniger ausgeklügelten Plan schaffen sie es tatsächlich bis in die Sternenstadt der Juwelenkönigin Sandara. Hier soll sich das Rätsel der Verschwörung und des Byraniums endlich aufklären.

Bewertung

So elegant und informativ die ersten beiden Bände jeweils begonnen hatten, so zäh zog sich das erste Kapitel dieses Finalbandes dahin. Geschlagene 30 Seiten lang wird Sheryl einem Verhör von einem der Hintermänner der Verschwörung unterzogen, dass ich irgendwann die rechte Lust verlor, mich den endlosen immer gleichen Fragen weiter auszusetzen.

Wenn man es jedoch bis zum zweiten Kapitel geschafft hat, folgt die nächste Überraschung. Für einen Finalband sollte man ja eigentlich annehmen, dass die Spannung kontinuierlich ansteigt, um dann in einem grandiosen Endkampf zu gipfeln. Hier haben sich die Autoren aber wohl gesagt, Anschleichen ist die bessere Methode…  Nach etlichem Hin und Her – wobei ich fairerweise nicht unerwähnt lassen will, dass es gerade hinsichtlich des bisher unauffälligsten Protagonisten noch eine interessante Wendung gab – decken Cedric, Kara-Sek und Maylor das Geheimnis um die Byranium-Anhänger auf.  Die Verschwörer sind jedoch auch nicht dumm und die drei sitzen prompt mit ihren zwischenzeitlich geflohenen Freunden wiederum in der Falle. Mit mehr Glück als Verstand schaffen sie es jedoch gerade noch rechtzeitig, die Hauptwaffe der Verschwörer zu zerstören. Das Ende kommt dann aber auch ziemlich abrupt und wird viel zu schnell abgehandelt. Noch dazu endet es mit einem typischen Liebes-Happy-End, was so gar nicht richtig passen will.

Auch ist von einer tiefgründigen Charakterentwicklung in diesem Band nichts mehr zu finden, lediglich kleine Brocken hinsichtlich der Eigenschaften von Zwillingen und der Lebensart der Yoyodyne werden dem Leser noch hingeworfen.

Fazit

Wer diese Trilogie um Cedric Cyper unbedingt zu Ende lesen möchte, sollte versuchen, es an einem Stück zu schaffen. Sonst kann es passieren, dass man das eigentlich dünne Buch aufgrund der mangelnden Spannung über Monate liegen lässt.
Etwas Gutes hat das Buch jedoch. Trotz des unbefriedigenden Endes hat man hinterher das tolle Gefühl, es endlich geschafft zu haben.

1 von 5 Punkten

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