Donnerstag, 25. April 2013

Rezension: Like me - Jeder Klick zählt (Thomas Feibel)

Carlsen
Taschenbuch, 176 Seiten
ISBN: 978-3-551-31242-6
6,99 €

Ein kurzer Einblick

Karo ist mit sich und ihrem Leben relativ zufrieden. Als Jana neu in ihre Klasse kommt, ändert sich plötzlich alles. Jana scheint mit ihrem Iphone verwachsen zu sein und ist ständig in dem sozialen Netzwerk "On". Als dieses Netzwerk einen Moderator für eine neue Internet-TV-Show sucht, werden auch Karo und ihr heimlicher Schwarm Eddie angesteckt. Zusammen schmieden sie einen Pakt. Sie posten soviel wie es geht und stellen verrückte Dinge an. Doch irgendwann wird aus dem spaßigem Spiel bitterer Ernst.

Bewertung

„Like me – Jeder klick zählt“ ist ein Jugendbuch, welches sich mit den negativen Seiten von sozialen Netzwerken auseinandersetzt. Jana kommt neu in die Klasse von Karo. Immer mit ihrem Handy beschäftigt, um die neusten Meldungen des sozialen Netzwerks „On“ zu checken. Karo wird mit in den Bann des sozialen Netzes gezogen und als aus „On“ „On Show“ wird, beginnt die Sache zu eskalieren. Denn nun kann man Punkte sammeln, indem man viele Freunde hat und Sachen postet, teilt oder dem Bild Punkte gibt. Ohne Rücksicht auf die Gefühle der anderen wird nun ein regelrechter Punktewettstreit veranstaltet. Bald merkt Karo, dass Jana vielleicht doch nicht eine so gute Freundin ist, wie sie bisher geglaubt hat.
Der Roman erzählt eindringlich, wie es sein kann, wenn soziale Netzwerke missbraucht werden, und es zu Mobbing und Anschuldigungen kommt. Was für die einen nur Spaß ist, kann für den anderen Ernst sein. Jana, Karo und Eddi sind alle bei „On Show“ und sammeln fleißig Punkte, um den Wettkampf zum „On Show-Moderator“ zu gewinnen. Dabei schlagen sie über die Stränge. Bei Karo meldet sich irgendwann das Gewissen, aber Jana ist wie gebannt von dem Netzwerk und kümmert sich nicht um die Gefühle der anderen Menschen.
Durch den Roman kann man sehr gut sehen, wie sich Menschen durch soziale Netzwerke auch verändern können. Die realen Freunde rücken in den Hintergrund und die virtuellen Nachrichten, wer was macht, sind plötzlich viel interessanter. Als es dann auch noch den Wettbewerb „Post the Most“ gibt, an dessen Ende eine Karriere steht, steht nur noch das Netzwerk im Vordergrund. Der Roman zeigt auch eindringlich, wie Menschen durch falsche Profilangaben getäuscht werden können und man sich ein Leben auf Fotos zusammenstellen kann, was so gar nicht existiert.
Die Protagonisten konnten mich nicht wirklich überzeugen. Karo fand ich am Anfang noch ganz nett,  aber ihre Veränderung konnte ich nicht nachvollziehen. Auch wenn sie durch Jana beeinflusst wurde, finde ich die Veränderung von zu heftig dargestellt.
 Fazit

Ein Roman, der noch einmal auf Gefahren der sozialen Netzwerke hinweist. Auch wenn mich die Geschichte nicht ganz überzeugt hat und ich mit den Protagonisten nicht ganz warm wurde, rüttelt die Geschichte doch wach.  Nachdem man diesen Roman gelesen hat, denkt man auf jeden Fall noch einmal darüber nach, wie man sich im sozialen Netzwerk verhält.

3 von 5 Punkten


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