Mittwoch, 17. April 2013

Rezension: Lia 1. Die Prophezeiung der Königin (Tamora Pierce)

Arena
Hardcover,
ISBN: 978-3401056470
Nicht mehr beim Verlag erhältlich

Ein kurzer Einblick

Alianna ist frustriert. Noch keinen richtigen Platz im Leben gefunden zu haben, beschließt sie eine Auszeit von ihrer berühmten Mutter und ihren Vater zu nehmen. Sie macht sich auc den Weg nach Legannhafen, doch unterwegs wird sie von Sklavenhändlern verschleppt. Sie wird verkauft und dient nach einem Deal mit einem Gott der Familie Balitang und beschützt deren Kinder vo den Intriegen der Edlen.

Bewertung

Erneut entführt uns Tamora Pierce nach Tortall, einer Welt voller magischer Wesen und mutiger Charaktere: So auch Lia, die Tochter der Löwin. Durch den großen Namen ihrer Mutter lastet eine große Verantwortung auf ihr, mit ihrem Leben etwas anzufangen und die flatterhaften Züge einer 16-Jährigen abzulegen. Nach einer Auseinandersetzung bricht sie deshalb mit dem Boot nach Legannhafen auf, wird unterwegs aber von Sklavenhändlern gefangen genommen und landet so auf den Kupferinseln, auf denen sie an eine Familie verkauft wird. Da in der geschaffenen Welt von Tamora Pierce Götter nicht nur unsichtbare Wesen sind, wird der Gott Kyprioth auf sie aufmerksam und schlägt ihr einen Handel vor.
Erst mal muss wieder kräftig über die deutsche Übersetzung des Buchnamens gemotzt werden. Diese ist total irreführend, da es nämlich gar keine Prophezeiung der Königin gibt. Im Original heißt der Band „Trickster´s Choice“. Trickster ist Kyprioth, der Gott, der Lia einen Handel vorschlägt. Unter diesem Gesichtspunkt betrachtet, gibt der Originalname Sinn, der deutsche Titel ist leider (mal wieder) ziemlich irreführend. Auch wurde an dem Namen der Hauptprotagonistin herumgebastelt. Im englischen Original wird sie Aly gerufen und im deutschen Lia. Für die Veränderung des Eigennamens habe ich keine Erklärung.
Zum Roman selbst kann ich nur Gutes sagen. Es war ein bisschen ungewöhnlich nun über die nächste Generation zu lesen, aber nach einer kurzen Eingewöhnungszeit hat mich die Geschichte genauso gefesselt wie vorher die Alanna- und Dhana-Romane. Immer wieder tauchten die beiden Charaktere auch kurz auf und so erfährt man auch, was mittlerweile bei ihnen geschehen ist.
Der Schreibstil von Tamora Pierce ist flüssig und ihm lässt sich gut folgen. Von ihren Protagonisten zeichnet sie ein klares Bild und deren Gedanken und Beweggründen kann man leicht nachempfinden. Die Geschichte der Kupferinseln steht im Vordergrund der Handlung. Ränke in den Adelskreisen werden geschmiedet und man erfährt viel Hintergrundwissen über die Regenten. Politisch angehaucht, aber nicht zu politisch durchsetzt, erlebt man die Geschichte der Raka, dem eigentlichen Volk der Kupferinseln, und wie sie sich von dem Joch der Luarin probieren zu befreien. Lia spielt dabei eine große Rolle, da sie, wie schon erwähnt, einen Handel mit dem Gott Kyprioth eingeht. Listig, klug und charmant geht sie ihre Aufgabe an und zieht nebenbei den Leser völlig in den Bann dieses Romans. Einziger Kritikpunkt, der aber nicht am Roman liegt: Der zweite Band ist bisher noch nicht übersetzt und nur im Original erhältlich. Da der Roman schon lange erhältlich ist, ist es auch nicht abzusehen, dass der zweite Band in nächster Zeit übersetzt wird.

Fazit

Der Roman ist ein gebürtiger Nachfolger auf die Alanna- und Dhana-Reihe. Tortall ist eine Welt voller Magie, Tapferkeit und einnehmender Charaktere. Lesespaß ist garantiert.

4,5 von 5 Punkten



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