Dienstag, 2. April 2013

Rezension: Eine unbeliebte Frau (Nele Neuhaus)

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Broschur, 384 Seiten
ISBN: 9783548608877
9,99 €

Ein kurzer Einblick

Ein Frankfurter Oberstaatsanwalt und eine schöne Tote bereitem Oliver von Bodenstein und seiner neuen Kollegin Pia Kirchoff Kopfzerbrechen. Bei dem Oberstaatsanwalt sind sie sich schnell einig, dass es ein Selbstmord war, bei der jungen Frau kommen ihnen Zweifel. Und tatsächlich, als sie anfangen zu ermitteln ist es wie ein Stich in ein Wespennest, denn beliebt war die Tote auf keinen Fall.

Bewertung

Nele Neuhaus‘ erster Roman um das Ermittlerduo Pia Kirchhoff und Oliver von Bodenstein konnte mich auf ganzer Linie überzeugen und ich wusste sofort, dass dieser nicht mein einziger gelesener Roman von der Schriftstellerin in Zukunft sein wird. Aber von Anfang an. Pia Kirchhoff ist ein Neuzugang in dem Ermittlerteam rund um Oliver von Bodenstein. Schnell merkt von Bodenstein, dass er in Pia eine fähige und intelligente Mitarbeiterin bekommen hat und ihr erster Fall dreht sich um die Frau des Tierarztes, die sich scheinbar von einem Turm in den Tod gestürzt hat. Schnell wird den Beiden klar, dass dieser scheinbare Freitod keiner ist und sie beginnen im Umfeld der Toten zu ermitteln. Hier stoßen sie, wie der Titel der Romans schon vermuten lässt, auf ziemlich viele Menschen, die kein gutes Haar an der Toten lassen. Betrug und Menschenhandel sind dabei nur zwei Schlagwörter, die sich mit der unbeliebten Frau in Verbindung bringen lassen.
Nele Neuhaus führt ihre zwei Hauptprotagonisten gut in die Geschichte ein. Der Leser gewöhnt sich relativ schnell an ihren Schreibstil und kann der Geschichte flüssig folgen. Neuhaus baut einige interessante Charaktere rund um die beiden Protagonisten ein und hält den Spannungsbogen konstant oben. Das Geflecht aus fiesen Machenschaften, Betrug, politischen Machenschaften aber auch Freundschaft bietet eine gute Mischung, die einen einfach an den Roman fesselt. Der Roman spielt hauptsächlich auf einem Reiterhof und in einer Pferdeklinik, in denen der Leser ein bisschen die Luft der Reichen und Schönen schnuppern kann, die dort verweilen und ihre Intrigen spinnen. Durch die Intrigen vergisst man manchmal etwas, dass der eigentliche Grund der Ermittlungen ein Mord ist, kann man sich doch so schön in den Geflechten und Intrigen des Reitermilieus verlieren. Für kurze Zeit verlor ich mich tatsächlich darin und wusste kurz nicht mehr, welche Intrigen und welche Personen überhaupt darin verstrickt waren. Die Verwirrung legte sich aber während des Weiterlesens wieder und ich kam wieder gut in die Geschichte rein.

Fazit

Nele Neuhaus erster Kriminalroman um Pia Kirchhoff und Oliver von Bodenstein konnte mich auf ganzer Linie überzeugen. Spannend und mitreißend bewegt er sich in einem interessanten Milieu.

4,5 von 5 Punkten


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