Sonntag, 10. März 2013

Rezension: Die Sturmjäger von Aradon - Magierlicht (Jenny-Mai Nuyen)


blanvalet
Taschenbuch, 400 Seiten
ISBN: 978-3-442-37716-9
13,00 €


Ein kurzer Einblick

Im Lebendigen Land tobt ein magischer Krieg, bei dem die junge Hel zwischen alle Fronten gerät. Die Magiergilde verdächtigt die junge Sturmjägerin, im Bunde mit den Dämonen zu sein und will sie einer Prüfung unterziehen, die sie nicht überleben würde. Hels letzte Hoffnung ruht nun ausgerechnet auf den Schultern von Mercurin – einem mächtigen Dämon, den die junge Frau eigentlich bekämpfen müsste …

Bewertung

Nach „Die Sturmjäger von Aradon – Feenlicht“ schickt Jenny-Mai Nuyen die junge Hel und deren Freunde in die nächste Runde. Der zweite Teil geht dabei ohne Umschweife mit der Reise nach der Suche der Dämonen dort weiter, wo „Feenlicht“ aufgehört hat. Der Leser erhält zwar hier und da einige Rückblicke, doch ist es wirklich hilfreich, mit „Magierlicht“ erst anzufangen, wenn man den ersten Teil gelesen hat.
Waren die Figuren und der Hintergrund der Reise im ersten Teil jedoch noch neu und deshalb interessant, beginnt die Suche der kleinen Gemeinschaft nun jedoch ein wenig an Spannung zu verlieren. Schier endlos scheint die Geschichte weiterzugehen, ohne großartig neue Aspekte einzuflechten. Diese Tatsache wird aber ein wenig dadurch gemildert, dass der Leser die Geschichte nicht nur aus Hels Sicht erfährt, sondern verschiedene Handlungsstränge geschickt miteinander verwoben werden. Dadurch kommt die Charakterentwicklung der Protagonisten besser zur Geltung und man kann der Geschichte im Ganzen besser folgen.
Was besonders gut gelungen ist, sind die unterschiedlichen Kampfszenen. Nicht zu langatmig und die im Kampf eingesetzte Magie wird fast poetisch umgesetzt.
Mit Kampf und Poesie kann man auch das Zusammensein von Hel und „ihrem“ Dämonen Mercurin beschreiben. Hels Geheimnis – warum sie das Lirium des Lebendigen Landes sehen kann – wird gelüftet und stürzt sie beide in ein Gefühlschaos. Unzweifelhaft fühlt sich Mercurin zu Hel hingezogen, doch wird er seine Lebensaufgabe wegen ihr aufgeben können? Der große Showdown soll hier nicht verraten werden, doch aufmerksame Leser werden im Laufe der Geschichte eine Vorahnung davon haben, ob die Menschen überleben werden oder das Tiefe Licht der Welt alles verschlingen wird.

Zu erwähnen ist auch, dass wie bei Teil eins auch bei „Magierlicht“ wiederum großen Wert auf die Gestaltung des Romans gelegt wurde. Man findet sowohl zu Beginn die Übersichtskarte von Hels Welt wieder, als auch am Ende des Romans einige Zeichnungen der wichtigsten Figuren.

Fazit

Wer den ersten Teil „Feenlicht“ mochte, kann ruhig zu dieser Fortsetzung greifen. Auch hier werden die Charaktere und die Landschaft in intensiven und detailverliebten Bildern beschrieben, die dem Leser helfen, sich das Gesehen bildlich vorzustellen. Freundschaft und Verrat, Liebe und Hass werden mit geheimnisvollen Mysterien vermischt, was zwar an manchen Stellen etwas spannungslos, trotzdem aber insgesamt wirklich lesenswert ist.

3,5 von 5 Punkten

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