Samstag, 16. Februar 2013

Rezension: Die mit dem Hund tanzt (Maike Maja Nowak)

Mosaik Verlag
Gebundenes Buch mit Schutzumschlag, 256 Seiten
ISBN: 978-3-442-39212-4
17,99 €

Ein kurzer Einblick

Maike Maja Nowak ist Hundetrainerin und führt das "Dog Institut" in Berlin. Einfühlsam und bestimmt erzählt sie in diesem Buch, von dem Dackel Benny, der pünktlich zur Tagesschau zubeißt, von einem Ehepaar, welches seine Hunde gegeneinander ausspielt und von vielem mehr...

Bewertung

Maike Maja Nowak hat schon ein bewegtes Leben hinter sich. Als Liedermacherin durchstreifte sie Deutschland bis sie irgendwann in ein kleines russisches Dorf zog, wo dann nach und nach Hunde ihren Weg in Maikes Leben fanden. Von ihrem Leithund Wanja hat sie sich viel abgeschaut, was sie nun in Berlin in ihrem Dog- Institut anderen Hundehaltern beibringt. In ihrem Buch „Die mit dem Hund tanzt“ hat sie bewegende und berührende Geschichten aufgeschrieben, die einem nicht nur ans Herz gehen, sondern Hundehalter erhalten hier einen ganz anderen Blick, wie Erziehung an einem Hund aussehen kann, fernab der Wege Rütters und Co.
Viele dieser kleinen Geschichten handeln davon, dass die Hunde eine Rolle übernehmen, die nicht für sie gedacht ist und die wir Menschen ihnen wieder abnehmen müssen. So ist es zum Beispiel mit dem Klingeln und an die Tür rennen. Es klingelt, der Hund läuft an die Tür und bellt wie verrückt: Unangenehm und nervig für den Menschen, stressig für das Tier. Hier zeigt Maike Maja Nowak mit Geduld und Ruhe, wie man dem Hund wieder den Job des Türwächters abnehmen kann. Dabei geht sie nicht nur auf den Hund ein, sondern schaut sich auch immer das Umfeld an.
Ein bisschen erinnert sie an den amerikanischen Hundetrainer Cesar Milan. Das „ssshhh“ wird auch von ihm als Stoppzeichen eingesetzt.
Mich haben an diesem Buch die Geschichten fasziniert und ganz besonders hat mich die Geschichte von Helen berührt. Maika Maja Nowak hat Helen kennengelernt, als sie eine Gruppe von Frauen mit Essstörungen leitete (Nowak ist auch Heilpraktikerin). Helen ist esssüchtig und eines Tages ruft sie bei Maike Maja Nowak an und erzählt ihr, dass sie jetzt auch einen Hund habe, der genauso viel Angst habe, wie einer von ihren eigenen Hunden damals. Auf die weitere Geschichte möchte ich gar nicht weiter eingehen, aber an diesem Beispiel kann man toll erkennen, wie Hund und Halter gegenseitige Kräfte entwickeln können, um sich Sicherheit zu geben und auch gemeinsam vorher unüberwindliche Hürden meistern zu können.
Eine kleine Szene fand ich etwas unwirklich, konnte aber darüber beim Lesen hinwegsehen.

Fazit

Bewegende Geschichten, die einem den Hund mit anderen  Augen sehen lassen. Mir hat das Buch sehr gut gefallen, da es einfach mal einen anderen Blick auf manche Begebenheiten aufzeigt. Interessant für Hundebesitzer, die mehr wissen wollen, fernab der Konditionierung.

4,5 von 5 Punkten


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