Samstag, 2. Februar 2013

Rezension: Changeling (Steve Feasey)

Rowohlt
Taschenbuch, 272 Seiten
ISBN: 978-3-499-21516-2
12,95 €


Ein kurzer Einblick

Treys Welt steht auf dem Kopf. Plötzlich lebt er in einem Luxusapartment in London, sein reicher Onkel stellt sich als Vampir heraus und Trey selbst ist der letzte reinrassige Werwolf. Und mit diesem Wissen beginnt sein großes Abenteuer...

Bewertung

"Changeling" ist der Debütroman von Steve Feasey und erzählt die Geschichte des 14-jährigen Trey Laporte. Trey lebt in einem Waisenhaus, nachdem seine Eltern bei einem Autounfall ums Leben gekommen sind. Zumindest hat man ihm das erzählt. Nachdem er sich das erste Mal unbeabsichtigt in einen Werwolf verwandelt hat, beginnt auch schon eine Irrfahrt, der er sich nicht entziehen kann. Sein vermeintlicher Onkel Lucien holt ihn zu sich und eröffnet ihm, dass der selber ein Vampir und seine Tochter Alexa ein Halbling ist, und er lernt den nach außen hin grobschlächtigen und doch überaus freundlichen Iren Tom kennen. Mit Hilfe seiner neuen Freunde lernt er, die Welt mit anderen Augen zu sehen und muss sich seiner Gefühle über seine Herkunft und auch Alexa gegenüber bewusst machen. Denn als Caliban, Luciens Bruder, Alexa entführt, um an Trey heranzukommen, gilt es, nicht zu zögern, denn sonst könnte nicht nur seine neue Freundin verloren sein, sondern bald auch die ganze Welt in Trümmern liegen...

Was als erstes auffällt, wenn man dieses Buch in der Hand hat, ist das, wie ich finde, sehr schöne Cover. Der vor dem Vollmond knieende Werwolf zieht bereits die Blicke des Lesers auf sich und auch die Krallenabdrücke bei jedem neuen Kapitel passen sehr gut zum Thema des Romans. Der Autor bedient sich einer einfachen Sprache, wodurch man das Buch in relativ kurzer Zeit lesen kann. Dank des allwissenden Erzählerstils bekommt man auch sehr gute Einblicke in alle Charaktere, wodurch eine besondere Atmosphäre geschaffen wird.

Steve Feasey hat in seinem Roman alte, aber auch neue Elemente des Werwolf-Vampir-Mythos verwendet. Die Tatsache, dass ein Kind wegen einer Prophezeiung umgebracht werden soll, überlebt, doch schließlich ohne Eltern aufwachsen muss, kommt einem ebenso bekannt vor, wie der absolute Bösewicht, der alle Macht an sich reißen will. Doch das Freundschaftselement, dass ein Werwolf sich dermaßen eng an einen normalerweise Blutsfeind seiner Rasse bindet, lässt die Geschichte zu etwas Besonderem werden. Auch zeigt es in eindrucksvollen Bildern, dass Blut nicht immer stärker ist als Wasser. Denn hier zählt der freie Wille, was dieses Buch in seiner Gesamtheit für mich sehr lesenswert macht.

Fazit
 
Dieses Erstlingswerk von Feasey hält sehr viele kluge Ansätze bereit, die man gerade auch in der heutigen Zeit von diesem Vampir-Werwolf-Gespann auf das Leben der Menschen übertragen kann.

4,5 von 5 Punkten

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