Montag, 21. Januar 2013

Rezension: Julie und die schwarzen Schafe (Franca Düwel)

Arena Verlag
Festeinband, 284 Seiten
ISBN: 978-3-401-06449-9
13,99 €

Ein kurzer Einblick

Julies Leben ist nicht einfach. Mit ihrem Vater und ihrer großen Liebe Ben landet sie aus versehen in einem japanischen Sexfilm. Dann hält Ben sie auch noch für die perfekte Leadsängerin für seine Band. Julie verstrickt sich dadurch in einem Netz aus Notlügen, wo sie nur schwer wieder herauskommt. Und als ihre besten Freundinnen auch noch anfangen Detektive zu spielen, ist das Chaos perfekt.

Bewertung

Julie ist ein ganz normales Mädchen, mit ganz normalen Teenagerproblemen.  Sie ist leidenschaftliche Tagebuchschreiberin, was man auch an dem Roman feststellt, denn der Roman ist eigentlich Julies Tagebuch und so erfährt der Leser alles aus erster Hand.
Zu Julies Familie gehören ihre Mutter, die die Familie gerade mit ihrer Diät quält, ihr Vater und ihre kleine Schwester Eva, die aber von ihr nur Otti genannt wird. Außerdem sind da noch ihre besten Freundinnen Jette, Franzi, Sophie und Scharina. Nicht zu vergessen wäre da noch Julies fester Freund Ben. Und ja, ihre Todfeindin Hanna, die ihr wohl schon im ersten Band dieser Buchreihe übel mitgespielt hat.
Julie ist eigentlich ein ganz angenehmer Charakter, wäre da nicht ihre notorische Notlügerei. Sie traut sich fast gar nicht die Wahrheit zu sagen, wenn es um etwas geht, was einen anderen Menschen verletzten könnte und so landet sie in einem Schlamassel nach dem nächsten.
Franca Düwel hat einen sehr witzigen Mädchenroman geschrieben. Obwohl mir Julie teilweise mit ihren Notlügen auf den Nerv gegangen ist (ich gehöre nicht zur Alterszielgruppe), fand ich sie dennoch amüsant und auch irgendwie herzerwärmend mit ihrer Art. Kein Fettnäpfchen hat sie ausgelassen und sorgte für Verwirrung, wo es nur ging.
Auch das Zwischenspiel mit den anderen Charakteren ist gut aufgebaut. Julie setzt sich sehr für ihre Freundin Scharnia ein, deren Familie aus Polen kommt und denen es leider nicht gerade gut geht. Ihre Art alle Probleme lösen zu wollen, fand ich sehr nett.

Fazit

Insgesamt hat mir der Roman recht gut gefallen. Mädchen in der Alterszielgruppe wird er wahrscheinlich noch besser gefallen. Julie ist einfach Julie und die Art, wie sie ihr Tagebuch schreibt, ist schön gestaltet und immer mal mit kleinen Bildchen versehen. Er hat zwar kleine Schwächen, aber insgesamt ist es ein durchaus lesenswerter Roman, dem durch Julies Notlügerei und den Konsequenzen hinterher auch der pädagogische Einfluss nicht fehlt... wenn auch mit einem Augenzwinkern.

4 von 5 Punkten

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