Montag, 31. Dezember 2012

Unsere Jahresempfehlung 2012

Liebe Leserinnen und Leser,

das Jahr geht zu Ende und viele, viele hervorragende Neuerscheinungen liegen hinter uns; mal ganz von den angesammelten und ungelesenen Romanen im Regal aus den Vorjahren abgesehen. Wir haben uns daher auf unsere persönlichen Leseerlebnisse und Abenteuer mit unseren Helden und Heldinnen besonnen. Unsere Jahresempfehlung möchten wir euch daher ganz besonders ans Herz legen.


Der große Gatsby, F. Scott Fitzgerald

In diesem Jahr habe ich nun begonnen, mich auch den großen US-amerikanischen Klassikern zuzuwenden. Den Beginn habe ich dabei mit F. Scott Fitzgeralds „Der große Gatsby“ gesetzt, der zugleich auch der Roman ist, der mir in diesem Jahr am besten gefallen hat. „Der große Gatsby“ ist nicht nur eine Charakterstudie eines Mannes, der nach außen hin glücklich und zufrieden zu sein scheint, im Grunde jedoch durch Einsamkeit zerrissen ist, sondern auch ein gesellschaftskritisches Werk. Es betrachtet die reichen 1920er Jahre in den USA und stellt schonungslos die Verschwendungssucht sowie Langeweile dieser Zeit heraus. Jay Gatsby ist dabei eine zutiefst tragische Figur, die diesen Schein lebt, den die Vergangenheit jedoch nicht loslässt. 
Dies lässt den Roman zu einem beeindruckenden Gesamtergebnis werden, das wir im Sommer des kommenden Jahres in einer Neuverfilmung erleben dürfen. (Sascha)


Warrior Cats - Die neue Prophezeiung. Folge 1-6, Erin Hunter

Ich habe zwar nicht die komplette Hörbox gehört, doch einige von den Einzelfolge. Ich bin immer wieder überrascht, wie schnell man bei den Hörbüchern in die Welt der Warrior Cats eingesogen wird und mit ihnen mitfiebert. Da die Hörbuchbox auch noch gegenüber den Einzelboxen ein echtes Schnäppchen ist und die mitgelieferte Geschichte spannend und gut durchdacht ist, möchte ich sie euch als Jahresempfehlung ans Herz legen. (Jana)



Oneiros - Tödlicher Fluch, Markus Heitz

Der Tod ist allgegenwärtig. Mögen sich viele davor fürchten, nimmt sich Markus Heitz extra dieses Themas an und macht daraus einen Roman mit toller Story, tiefgründigen und lebendigen Charakteren und spannender Action.
Dies allein ist schon ein guter Grund, sich "Oneiros" vorzunehmen. Doch vorallem hat es mich gereizt zu sehen, ob Markus Heitz nicht nur aus Vampiren und Werwölfen etc. etwas wahnsinnig lesenswertes zaubern kann, sondern auch mit einer völlig neuen Spezies Mensch, den Todesschläfern... Wäre er damit durchgefallen, würde ich diesen Roman hier nicht als Jahresempfehlung vorstellen. Also, greift zu und lasst euch verzaubern. (Susanne)


Graues Land, Michael Dissieux

Paolo Bacigalupis "Der Spieler" hat mich angenehm überrascht, doch Michael Dissieuxs "Graues Land" ist für mich der Überraschungshit des Jahres! Der Debütroman darf ohne Zweifel als qualitativ hochwertiges Horrorschwergewicht bezeichnet werden. Horror setzt in diesen Tagen meist auf Effekthascherei, Ekel und wenn es doch mal etwas subtiler sein darf: altbekannten, seichten Grusel. Dissieux gelingt es dem sanften Grusel eine Gänsehautatmosphäre zu geben, die eine beklemmende Endzeitapokalypse entstehen lässt. Sein Protagonist versucht nicht dem Grauen zu entkommen, Zuflucht in der Gemeinschaft zu finden, sondern harrt der Dinge die da kommen und pflegt seine im Sterben liegende Frau aufopferungsvoll. Diese Mischung aus Grauen und Menschlichkeit verleiht "Graues Land" eine ganz besondere, einzigartige Note. (Benjamin)

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