Montag, 3. Dezember 2012

Rezension: Wintergeister (Kate Mosse)

Droemer
Hardcover, 224 Seiten
ISBN: 978-3426198902
18,00 € 
 
Ein kurzer Einblick

Ein junger Engländer, der endlich vergessen will. Eine Reise, die ihm eine einzigartige Begegnung beschert. Eine Begegnung, die ihn wieder an das Leben und die Liebe glauben lässt – und ein jahrhundertealter Brief, der von dieser Begegnung zeugt.

Bewertung

„Wintergeister ist ein sehr melancholischer Roman, der einem bei trübem Wetter schon auf die Stimmung schlagen kann. Der Hauptprotagonist, Frederick, kämpft mit einem inneren Leiden, denn er hat immer noch nicht den Tod seines im Krieg gefallenen großen Bruders überwunden. Diese Tatsache hat ihn sogar so krank gemacht, dass er vor dem Beginn des Romans in einem Sanatorium war. Auch während des Romans hat Frederick immer wieder etwa mit dieser Problematik zu kämpfen. Der Anfang des Romans beginnt eher lahm. Man erfährt viel über Frederick und seine Vergangenheit, wird aber noch nicht richtig in den Bann des Buches gezogen. Nachdem man sich dann aber doch eingelesen hat, beginnt sich eine gewisse Spannung aufzubauen. Natürlich ist es keine Spannung, wie sie in einem Thriller daherkommt, aber in leisen Tönen schafft der Roman das Interesse des Lesers zu entfachen. Spätestens als Frederick die mysteriöse Fabrissa kennenlernt, kann man nur schwer aufhören zu lesen. Zusammen mit Frederick geht man dem Geheimnis auf die Spur und lernt nebenbei noch etwas Geschichtliches. Und das Geschichtliche muss man nach dem Lesen erst einmal verdauen. Der Schreibstil der Autorin ist sehr angenehm. Sie kann gut Charaktere darstellen und Emotionen in ihnen zum Vorschein bringen.

Fazit

"Wintergeister" zieht einen nicht gleich von Anfang in seinen Bann, aber hat man den doch etwas lahmen Anfang überwunden, wartet auf den Leser ein kleiner Diamant, über den man sich auch nach Beenden des Buches noch seine Gedanken macht.”

4 von 5 Punkten

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen