Donnerstag, 20. Dezember 2012

Rezension: True Blood - Band 1 (Allan Ball/ David Tischman/ Mariah Huehner/ David Messina)

Panini Comics
SC mit Faltcover, 148 Seiten
ISBN: 978-3862010677
16,95 €

Ein kurzer Einblick

Ein seltsamer Fremder taucht in Merlottes Bar in Bon Temps auf: Ein indianischer Geist aus längst vergangenen Tagen nimmt Sookie Stackhouse, Sam Merlotte und viele andere Gäste als Geiseln und zwingt sie, ihre schlimmsten und beschämendsten Geheimnisse öffentlich preiszugeben. Denn das unheimliche Wesen lebt von Scham und Schuldgefühlen seiner hilflosen Opfer, die es wie Lebensenergie in sich aufsaugt. Was sind die düstersten Geheimnisse der Bewohner von Bon Temps, und können sie sich aus der Gefangenschaft des unheimlichen Fremden befreien und ihr Leben retten?

 
 
Bewertung

Lange Zeit war die Serie True Blood ein Geheimtipp unter Vampirfans. Bezeichnend war auch, dass die DVD´s zur Serie früher im Handel erhältlich waren, als die Serie im Free-TV lief Nun erobert True Blood auch den Buchmarkt in Form einer Graphic Novel, die sich nicht an den Büchern von Charlaine Harris orientiert, sondern strikt an der TV-Serie. Um diese Graphic Novel verstehen zu können, sollte man die Serie kennen, ansonsten ist es eher ein kalter Sprung ins Wasser und der Leser wird nicht allem folgen können.
Das Cover ist passend gestaltet. Eric in einer Pose, die man oft genug aus der Serie kennt. Jessica als Neuvampir, blutig und mit etwas irrem Blick und genauso gut sind Bill, Sookie und LaFayette getroffen.
Im Vorwort findet man einen kleinen Text von Alan Ball (Produzent der Serie), der nicht nur auf diese Graphic Novel neugierig macht, sondern auch auf deren Nachfolger. Auch Joachim Hörber (Übersetzter und Verleger) kommt zu Wort und erläutert kurz die literarische Vampirgeschichte.
Danach steigt man sofort in die Geschichte ein und der Leser findet sich in einer regnerischen Nacht im Merlottes wieder. Dort halten sich fast alle Hauptprotagonisten auf. Sogar Eric ist dort. Als sich dann einer der Gäste als ein indianischer Gast offenbart, gesellt sich auch Bill zu der Gesellschaft und ab da an sind sie gefangen.
Der indianische Geist erfreut sich daran die schwärzesten Geheimnisse und größten Schandtaten der Gäste zu erfahren.
Und hier befindet sich nun der Leckerbissen dieses Bandes. Der Leser erfährt hier Hintergrundinformationen, die so in der Serie nicht vorkommen. Man erfährt teilweise eine ganz andere Seite der Protagonisten und doch sind die einzelnen Schandtaten/Geheimnisse auch passend auf die Figuren zugeschnitten, so dass es keinen Stilbruch im Vergleich zur Serie gibt.
Die Illustrationen wirken teilweise etwas holprig vom Zeichenstil her. Die Figuren sind nicht ganz so gut getroffen, aber trotzdem sehr leicht zu erkennen und man bemerkt, auch beim Cover, Gesten und Handlungen, die einfach typisch für sie sind. Nach der Geschichte findet man, wie bei fast jeder Graphic Novel, Artworks. Diese zeigen verschiedene Cover von verschiedenen Künstlern. Mein Favorit ist Joe Corroney, da ich finde, dass er die Mimik am Besten trifft.

Fazit

Fans der Serie ist diese Graphic Novel sehr zu empfehlen. Durch sie bekommt der Leser Hintergrundwissen serviert, welches er so in der Serie nicht finden wird. Nicht-Kenner der Serie werden wahrscheinlich von der Novel enttäuscht sein, da sie mitten in ein komplexes Geschehen einsteigen.
Mich als Fan hat die Graphic Novel überzeugt und ich freue mich auf die Nachfolger.

4 von 5 Punkten

Wir danken dem Panini Verlag für das bereitgestellte Rezensionsexemplar.

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