Dienstag, 18. Dezember 2012

Rezension: Totenmesse (Arne Dahl)

Piper Nordiska 
Gebunden, 416 Seiten
ISBN: 9783492050180
19,95 €


Ein kurzer Einblick

Cilla Hjelm betritt um 10.39 Uhr die Bank im vornehmen Stockholmer Viertel Östermalm. Hätte sie geahnt, was ihr bevorsteht, sie hätte einen anderen Tag für ihren Besuch gewählt. Um genau 10.40 brüllen die Maschinengewehre der zwei Maskierten los, Glas splittert, und Cilla presst ihr Gesicht flach auf den Mamorboden. Was aussieht wie ein brutaler Banküberfall, entpuppt sich bald als etwas sehr viel Ernsteres, Weitreichenderes: Die beiden russischen Bankräuber, mit denen das A-Team um Kerstin Holm und Cillas Exmann Paul Hjelm verhandelt, sind nicht auf das Geld aus. Denn plötzlich sind sie verschwunden, und ihre Spur führt bis nach Berlin und Wolgograd, bis in die Zeit des Kalten Kriegs und der Jagd nach einer wertvollen chemischen Formel, für die viele Leute über Leichen gehen würden.

Bewertung

Arne Dahl hat mit Totenmesse einen soliden Krimi geschrieben, mehr aber leider nicht. Von Spannung kann nicht immer die Rede sein, eher plätschert die Story von Kapitel zu Kapitel dahin. Zwar probiert er komplexe Zusammenhänge zu einem schlüssigen Ende zu verknüpfen, aber leider gelingt ihm das nicht ganz und der Leser wird nach dem Ende noch einige Fragen haben. "Totenmesse" gehört zu einer Krimireihe und ohne die anderen vorher zu kennen, erscheint dieser Krimi etwas verloren. Am Anfang gibt Arne Dahl immer wieder Hinweise, was in den vorherigen Bänden passiert ist, aber leider bleiben die Protagonisten doch ziemlich im Dunkeln. Das ist schade, denn es scheinen sich einige interessante Charaktere in seinem Buch zu tummeln.

Fazit

Die Geschichte des Buches ist wie ein Puzzle aufgebaut. Aus losen Geschichtenteilen, die auch nicht alle in derselben Zeit spielen, wird nach und nach eine Geschichte. Die Geschichte ist in manchen Teilen sehr überzogen. Gerade das Ende wirkt sehr befremdlich, da es zwischen zwei Personen zum Showdown kommt, die in dem Buch keine allzu große Rolle gespielt haben. Befremdlich wirkt es auch, dass aus allen Geschichtsteilen eine Geschichte wird. So viele schlüssige Zufälle wirken selbst für einen Krimi, der davon lebt, nicht mehr glaubhaft.

2 von 5 Punkten

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