Sonntag, 2. Dezember 2012

Rezension: Tom Sawyers Abenteuer (Mark Twain)

Deutscher Taschenbuch Verlag
Taschenbuch, 238 Seiten
ISBN: 978-3-423-13360-9
8,50 €


Ein kurzer Einblick

Tom Sawyer ist ein draufgängerischer und frecher Junge, der gerne auch einmal jemanden einen Streich spielt, doch er hat ein gutes Herz. Gemeinsam mit seinen Freunden erlebt er am Mississippi jede Menge Abenteuer und versucht sich mit seinem Charme durch die kleinen Aufgaben des Alltags zu kämpfen.

Bewertung

Tom Sawyers und Huckleberry Finns Abenteuer sind weltbekannt und haben schon vielen Generationen von Kindern, aber auch Erwachsenen, viel Freude bereitet. Hier kann man beim Lesen in eine ganz andere Zeit eintauchen und erleben, wie Kinder fern von Fernsehen und Computer einmal ihren Alltag erlebt haben. Mitten in einem Amerika der Rassentrennung, der strengen Sitten und der Spießbürgerlichkeit versucht sich Tom Sawyer sein Leben so angenehm wie möglich zu machen. In viele kurze Episoden unterteilt verfolgt man den unbeschwerten Alltag eines scheinbar normalen Jungen, in dem viele spannende Dinge passieren.
Der Leser taucht in die Welt eines Jungen ein, der noch unbesorgt in die Zukunft blickt, und sich eigentlich nur um seine häuslichen Aufgaben und die Schule kümmern muss und daher versucht dafür möglichst wenig Zeit und zum Spielen möglichst viel Zeit aufzubringen. So erlebt man mit Tom Sawyer den Schulunterricht, der von unnötiger Härte geprägt ist, ebenso wie sein familiäres Leben, in dem er sich gegen andere Familienmitglieder durchsetzen muss. Man erfährt aber auch einiges von seiner Familie, die ihn trotz aller Streiche, die er spielt, nie recht böse sein kann. Zudem kann man auch eine erste Verliebtheit miterleben.
Im Hauptteil des Buches ist man allerdings mit Tom auf Abenteuern unterwegs. Wenn er nicht zufällig unverschuldet in ein Abenteuer hineingerät, schafft er eben selbst mit seinen Freunden eines. So kann man erleben, mit welchen einfachen Mitteln die Kinder sich damals beschäftigten, erfolgt aber auch, wie draufgängerische Jungen ausreißen. Besonders spannend sind allerdings die Erlebnisse, in die Tom unverschuldet hineingerät, sich aber mit seinem guten Herzen immer richtig entscheidet, Mut beweist und am Ende anderen damit eine große Hilfe ist. Allerdings kann man auch miterleben, wie Tom sich einer Welt, gegen die er die meiste Zeit rebelliert hat, irgendwann zu fügen scheint und somit der Übergang zum Erwachsenwerden eintritt.

4 von 5 Punkten

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