Dienstag, 18. Dezember 2012

Rezension: Tödliches Ritual (Marina Heib)

Piper
Taschenbuch, 304 Seiten 
ISBN: 9783492271608 
10 €

Ein kurzer Einblick

Die erste Frauenleiche liegt in den Anlagen des Botanischen Gartens, hingerichtet mit 30 Messerstichen. Die Tochter der Bürgermeisterin ist ein weiteres Opfer, erdrosselt und mit einem ausgelöffelten Auge. Der Göttinger Polizeichef Markus Lorenz ist der Grausamkeit dieses Falles nicht gewachsen. Und selbst der hinzugezogene Sonderermittler Christian Beyer tappt im Dunkeln. Erst die Intuition der Psychologin Anna Maybach führt zu einer Spur. Denn Anna erkennt ein System hinter den einzelnen Morden: Der Täter schlägt nur an keltischen Festtagen zu. Und der Höhepunkt steht noch aus: die Walpurgisnacht …

Bewertung

In Marina Heibs Roman "Tödliches Ritual" geht es um einen Frauenmörder, der in Göttingen sein Unwesen treibt. Im Blickpunkt der Geschichte stehen der Polizist Markus Lorenz und sein Team. Dazu kommt noch Christian, ein alter Freund von Markus, und dessen Freundin Anna. Christian arbeitet in einem Team, das sich auf Serienmörder spezialisiert hat, und Anna ist Psychologin. Nach zwei Morden ruft Markus seinen alten Freund, damit Christian ihn im diesem Fall unterstützen kann. Leider ist Markus suspendiert, da er sich mit der Bürgermeisterin angelegt hat.
Markus ist ein typischer Polizist, wie er in vielen Kriminalromanen vorkommt: Versoffen. Und er läuft vor Problemen fast über. Solche Personen sind sehr klischeehaft, da sie immer wieder in Krimis/Thrillern auftauchen. Das Gute an der Figur Markus ist aber, dass er trotz seiner Probleme nicht zum Superbullen mutiert. Er verkorkst die eine oder andere Sache und wirkt dadurch doch sehr sympathisch. Menschen mit Problemen können einfach nicht reibungslos funktionieren.
Die Storyline ist sehr gut durchdacht. Leider hatte ich aber schon sehr früh die Vermutung, wer der Mörder ist, und am Ende wurde meine Vermutung bestätigt. Interessant ist die Geschichte aber trotzdem. Gerade das Thema um die Burschenschaft. Das hat mich dazu dazu gebracht, mich ein bisschen über die Burschenschaften zu informieren und bis heute wusste ich auch nicht, dass es eine Burschenschaft auf meiner Uni gibt.
 
Fazit

Marina Heibs Roman ist auf jeden Fall lesenswert, auch wenn die eine oder andere Sache nicht herausragend ist, wird man doch von der Geschichte und den Protagonisten gefesselt. Das ein oder andere Grinsen wird einem beim Lesen auch über das Gesicht huschen.

3 von 5 Punkten

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