Dienstag, 18. Dezember 2012

Rezension: Teufelslist (Christian Mørk)

Piper
Kartoniert, 352 Seiten
ISBN: 9783492258838
9,95 €

Ein kurzer Einblick

Die Bewohner des irischen Dorfs Malahide mieden das Haus noch lange, obwohl die Leichen längst friedlich in der Erde ruhten. Drei tote Frauen waren in dem Spukhaus gefunden worden. Sie waren auf grausame Weise gestorben. Wer aber hatte sie so brutal getötet? Hing das alles mit diesem Fremden zusammen, Jim Quick? Der Märchenerzähler war durch die Pubs der Gegend gezogen und hatte mit seinen Schauergeschichten und seinem teuflischen Charme alle Frauen verzaubert. Aber auch von Jim gab es kein Lebenszeichen mehr. Bis eines Tages die Tagebücher der toten Frauen entdeckt werden, die nun wie aus ihren Gräbern zu sprechen beginnen …

Bewertung

Ein kleines Häuschen in einer beschaulichen Nachbarschaft in dem Städtchen Malahide. Eines Tages entdeckt der etwas schrullige Postbote Leichen in dem Haus. Genauer gesagt drei Frauenleichen, die sich scheinbar in einer grausamen Tat selber niedergemetzelt haben.
Der erste Teil des Romans ist schon sehr spannend geschrieben und macht Lust auf mehr. Man möchte schnell weiterlesen und herausfinden wie es zu der grausamen Tat gekommen ist und wie sich die ganzen Gegebenheiten zugetragen haben.
Weitere Hinweise ergeben sich aus einem Tagebuch, das in der Poststelle landet und von Niall gefunden und gelesen wird. Zusammen mit Niall liest der Leser das Tagebuch von Fiona und erfährt dort von Fionas Familie und von Jim Quick, einem Senchai der in den Pubs mystische Geschichten erzählt und die Menschen, insbesondere die Frauen, in seinen Bann zieht. Fiona erlebt eine heiße Nacht mit ihm und kommt einem dunkeln Geheimnis auf die Spur und damit beginnt die Misere. Fionas Zwillingsschwester Roisin und Aoifel stehen hinter ihr, aber Jim, oder besser Darling Jim schleicht sich in das Leben ihrer Tante Moira ein und blendet alle.
Von der Konstruktion finde ich die Geschichte sehr gut geschrieben. Man erlebt die Geschichte aus verschiedenen Blickwinkeln. Die Erzählerperspektive wird als Rahmen benutzt. Als Niall die Tagebücher von Fiona uns Roisin liest bekommt man mehr Intensität durch die Ich-Perspektive vermittelt. Als zusätzliche Geschichte wird auch noch die Erzählung von Jim in den Pubs eingebracht, die von dem Prinzen Euan handelt, der in einen Wolf verwandelt wird.
Die Charaktere werden gut von Christian Mork dargestellt. Er schafft es ihnen Leben einzuhauchen und ihre Macken und Kanten werden gut hervorgehoben. Jim als geheimnisvoller Fremder übt durchaus auch seinen Reiz auf den Leser aus.

Fazit

„Teufelslist“ ist ein spannender, gut durchdachter Psychothriller. Die gesamte Geschichte ist aber etwas gewöhnungsbedürftig, da es viele Geschichtsfragmente gibt, die sich erst nach und nach zusammenführen. Lässt man sich aber auf den Stil und die verschiedenen Geschichten ein, erwartet den Leser eine spannende Geschichte.

Anmerkung: Als der Roman in Hardcover rausgebracht wurde, trug er noch den Namen „Darling Jim“. 

3,5 von 5 Punkten

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