Mittwoch, 19. Dezember 2012

Rezension: Supernatural - Der verlorene Sohn ( Johnson, Dessertine, Olmos)

Panini Comics
148 Seiten
ISBN: 978-3866079885
16,95 €

Ein kurzer Einblick

Ein Vater, dessen Ziel es ist, den Tod seiner Frau zu rächen, lässt alles hinter sich und beginnt ein Leben, das vom Kampf gegen das Böse bestimmt wird. Doch was wird aus seinen beiden Söhnen? Die Kindheit der ungleichen Winchester-Brüder Sam und Dean steht im Mittelpunkt der Story. Während Sam noch überhaupt nicht weiß, gegen welche Schrecken sein Vater antritt, kennt Dean bereits das volle Ausmaß des Grauens. Seine Kindheit und Jugend sind geprägt vom Kampf gegen das Böse und dem Versuch, all das von seinem kleinen Bruder fernzuhalten. Das ist der Grund, warum Dean den Befehlen seines Vaters blind gehorcht und jederzeit bereit ist, sein Leben für seinen kleinen Bruder zu opfern.


Bewertung

Der hier vorliegende Comic ist ein Prequel zu der TV-Serie "Supernatural". Obwohl Dean und Sam Winchester auf dem Cover als Erwachsene zu sehen sind, spielt die Geschichte im Comic in ihrer Kindheit. Besonders interessant dürfte die Geschichte für Fans der TV-Serie sein, da viele Andeutungen in der Serie durch dieses Prequel besser verstanden werden können. Als Leckerbissen in dieserm Comic ist der Text von Jürgen Zahn, der "Supernatural" als multimediales Ereignis darstellt. Amerikanische Zuschauer der Serie konnten zum Beispiel die Handynummer von Dean anrufen, welche in der vierten Folge gezeigt wurde und eine Nachricht abhören. Während der weiteren Serie konnte man mit dieser Nummer auch noch andere Nachrichten abhören. Wie gesagt, war das nur den amerikanischen Zuschauern möglich und mittlerweile ist die Nummer auch nicht mehr freigeschaltet. Dieses Beispiel zeigt, wie gekonnt "Supernatural" auch in andere Medien eingebaut wurde, wozu auch das Internet gehört. Mit diesem Comic wurde ein weiteres Medium eingeflochten, welches sich für Fans auf alle Fälle zu lesen lohnt.
Wie bereits gesagt, spielt die Geschichte in der Kindheit der beiden Winchester Brüder. Wie es in den Meisten Comics zu einer Fernsehserie ist, sehen die Figuren immer etwas anders aus, als man es aus der Serie gewohnt ist. In dieser ist es auch der Fall, aber da die Geschichte ja früher spielt kommt, die Befremdung höchstens bei dem Vater der Brüder, John Winchester, aber auch hier kann man sich einreden, dass er einfach damals noch jünger war.
Das Prequel beginnt nach dem Tod von Deans und Sams Mutter. John ist ruhelos und reist hin und her, um den Dämon zu suchen, der seine Frau umgebracht hat. Während man den Comic liest, kommt gut die düstere Stimmung herüber. Johns Verzweiflung und die Angst um seine Kinder, die Streitereien mit Dean, all das erzeugt eine Stimmung beim Leser, die auch schon aus der Serie bekannt ist. Auch Dean hat einen interessanten Charakterzug an sich. Sam ist noch zu klein, um all das zu verstehen, was in seiner Umwelt passiert. Dean dagegen nimmt mit seinem Vater den Kampf gegen die Dämonen an und ist bereit seinen kleinen Bruder zu beschützen. Das erklärt auch Einiges, was später in der Serie zum Vorschein kommt.
Vertrauen kann John Winchester keinem mehr. Immer wieder gerät er in Fallen von Dämonen. Am schlimmsten trifft es ihn, als er ein neues Leben beginnen will und sich auch diese Frau als Dämon entpuppt. Klar wird, dass die Dämonen hinter Sam her sind. Sie sehen in ihm etwas Böses ...

Fazit

Für Fans der Serie ist der Comic ein absolutes Muss! Nicht-Kenner der Serie, werden bei manchen Sachen etwas auf dem Schlauch stehen, aber vielleicht macht das Prequel bei diesen Lesern Lust auf die Serie. Ein Versuch ist es wert.

4 von 5 Punkten

Wir danken dem Panini Verlag für das bereitgestellte Rezensionsexemplar.

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