Donnerstag, 20. Dezember 2012

Rezension: Stolz und Vorurteil und Zombies ( Jane Austen, Seth Grahame- Smith)

Panini Comics
SC, 176 Seiten
ISBN: 978-3862010127
16,95 €


Ein kurzer Einblick

Jane Austens Entwicklungsroman "Stolz und Vorurteil", ein Gesellschaftsbild Englands des frühen 19. Jahrhunderts, ist vermutlich nicht gerade der Lieblingsstoff aller Schüler, die sich seit dem Erscheinen des Klassikers der Weltliteratur damit auseinanderzusetzen hatten ... Mit ein paar geschickt eingeflochtenen Zombies, Ninjas und dem einen oder anderen Kniff an der trögen Story ändert sich das jedoch schlagartig.


Bewertung

Wer bisher vor Jane Austens Roman „Stolz und Vorurteil“ zurückgeschreckt ist, der hat nun die Möglichkeit zu einer überarbeitetet Fassung zu greifen. Überarbeitet in dem Sinne, dass es sich jetzt nicht nur um den Herzschmerz und die Gesellschaft dreht, denn nun mischen sich auch ein paar Zombies, Ninjas und Kampfamazonen ein.
Elizabeth Bennet lebt mit ihren vier Schwestern und ihren Eltern auf einem beschaulichen Landsitz. Wären nicht die Zombies, die dann und wann auftauchen, könnte man die Gegend als langweilig bezeichnen. Ihr Vater hat seine ganzen Töchter bei dem chinesischen Meister Liu zu Kämpferinnen ausbilden lassen und nun sind sie es, die ihre Familie mit einem Schwert in der Hand gegen die Horden von Zombies verteidigen.
„Stolz und Vorurteil und die Zombies“ ist eine Graphic Novel, in die man sich erst einmal reinlesen muss. Am Anfang ist alles furchtbar verwirrend und da die Bennet-Schwestern auch recht ähnlich gezeichnet sind, verliert der Leser schnell den Überblick. Hat man dann jedoch herausgefunden, dass man sie gut anhand der Frisur und Haarfarben unterscheiden kann, entwirrt sich die Geschichte ein bisschen. Zeichnerisch kann man an dieser Graphic Novel auch nicht viel meckern. Die Personen sind gut dargestellt und Emotionen sind eingefangen wurden.
Das Einflechten von Zombies in die Geschichte ist gut gelungenen. Schöne Kämpfe und auch das eine Freundin von den Bennets infiziert wird, fließt gut in den Handlungsstrang ein. Was sich allerdings etwas nervig auf die Geschichte ausübt, ist die Person der Lady Catherine, die selbst eine angesehene Zombievernichterin ist und zudem auch noch die Tante von Mr. Darcy. Zwischen ihr und Elizabeth schlägt ein Konflikt hoch, da die eine in Japan und die andere in China ausgebildet wurde. Lady Catherine hat auch noch Ninjas im Gepäck, was sich einfach nicht mit der Geschichte abrundet. Dieses Geplänkel hätte man getrost weglassen können und auch die Dojos und Ninjas wirken sich einfach störend aus. Es wär schön gewesen etwas mehr typisch Englisches in dieser Geschichte zu finden.

Fazit

Wer keine Lust auf ein dickes Buch hat, der sollte wirklich zur Graphic Novel greifen. Hier bekommt man die Geschichte in einer schönen Form serviert und auch, wenn sie kleine Schwachstellen hat lohnt es sich dennoch sich darauf einzulassen.

3 von 5 Punkten

Wir danken Panini für das bereitgestellte Rezensionsexemplar

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen