Donnerstag, 20. Dezember 2012

Rezension: Stein des Lichts - Nefer der Schweigsame (Christian Jacq)

Blanvalet
Taschenbuch, 414 Seiten
ISBN: 978-3-442-36116-8
7,00 €


Kurzer Einblick

Tief in der Wüste Oberägyptens wacht eine kleine Gemeinschaft von Künstlern und Handwerkern über das kostbare Geheimnis der Pharaonen – den sagenumwobenen „Stein des Lichts“. Jetzt ist der Stein in großer Gefahr, denn Ramses hat viele mächtige Feinde, die über das Land herrschen wollen. Doch die Götter haben längst einen auserkoren, der Thron und Leben von Ramses schützen soll: Nefer der Schweigsame.

Bewertung
 
„Nefer der Schweigsame" ist der Auftakt zu einer 4-teiligen Romanserie, die den Leser in das alte Ägypten entführt – zur Zeit Ramses des Großen, der zu Beginn des Romans bereits ein alter Mann ist.

Wie lebten die Menschen damals mit ihren Riten und Glauben in diesem Land, das größtenteils aus Wüste bestand, alljährlich erst durch die Nilschwemme fruchtbar wurde und noch heute die Menschen in Erstaunen versetzt angesichts der gewaltigen Pyramiden und der Sphinx?
Dieser Frage geht Christian Jacq in Form eines packenden Krimis nach, der sich ganz allmählich entwickelt und eine Zeitspanne von mehreren Jahren umfasst. Der Autor beleuchtet dabei die Sichtweise vieler Personen, die anfangs kaum miteinander zu tun haben, im Laufe der Geschichte aber immer mehr miteinander verwoben werden. Der Leser lernt Paneb den Feurigen kennen, der – geboren als Bauernsohn – kaum eine Chance hat, seinen Herzenswunsch zu erfüllen und Zeichner zu werden. Doch mit Ausdauer und Ehrgeiz schafft er es doch, in die Stätte der Wahrheit aufgenommen zu werden und eine Lehre zu beginnen.
Dort trifft er auch Nefer wieder, dem er einst das Leben gerettet hat. Die beiden sind wie Feuer und Wasser und doch werden beide im Laufe der Zeit sehr gute Freunde.
Da die Handwerker der Stätte der Wahrheit aber nicht nur die Gunst des Pharaos, sondern auch dementsprechende Privilegien genießen, ist es nachvollziehbar, dass Neider auf den Plan treten. Wenn Neid aber auch mit Machtgier gepaart ist, kann es schnell zu skrupellosen Morden oder Mordversuchen kommen, die sogar vor dem Pharao selbst nicht halt machen.
Mehr soll an dieser Stelle vom Inhalt nicht verraten werden. Nur so viel sei gesagt, dass die Bösewichte nicht entlarvt und manche Geheimnisse nicht gelüftet werden. Es bleibt zu hoffen, dass die Story und die Charaktere auch in den Folgebänden weiterhin so detailliert und lebendig dargestellt werden wie mit Paneb, mit welchem man ein sehr gutes Beispiel dafür hat, dass man mit starkem Willen und Durchhaltevermögen viel im Leben erreichen kann.

Fazit

„Stein des Lichts – Nefer der Schweigsame“ ist ein grundsolider Auftakt einer Romanserie, der besonders für Ägyptenfans sehr zu empfehlen ist.

4 von 5 Punkten

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen