Montag, 3. Dezember 2012

Rezension: Rückflug zu verschenken (Gaby Hauptmann)

Piper
Taschenbuch, 304 Seiten 
ISBN: 9783492262958 
8,95€

Ein kurzer Einblick

Soviel Mut hat Clara sich selbst nicht zugetraut: Eigentlich wollte sie auf Mallorca ja nur günstig Urlaub machen. Nachdenken, was sie ohne Paul und sein Geld anfangen soll. Sie braucht einen Job, ganz klar. Und warum nicht wieder als Innenarchitektin arbeiten, denkt sie spontan, hier sind so viele wundervolle Häuser einzurichten. Unterstützt von ihren neuen Freundinnen Lizzy, Tina, Britta und Kitty stürzt Clara sich ins Abenteuer – sie ahnt nicht, worauf sie sich da bei ihrem mysteriösen russischen Auftraggeber eingelassen hat …

Bewertung

Wir haben es hier mit einem typischen Frauenbuch zu tun, was vor Klischees nur so strotzt. Clara überrascht ihren Lebenspartner zwischen den Beinen einer Frau. Daraufhin beendet sie ihre Beziehung und zieht mit ihrer kleinen Tochter zu ihrer Mutter, die ihr zur Entspannung eine Woche Mallorca schenkt.
Bis hierhin kann man das Buch noch nachvollziehen, aber was dann kommt, ist einfach zuviel Zufall. Auf Mallorca angekommen lernt sie gleich vier Mädels kennen und wird herzlich in der Frauenclique aufgenommen. Dann fügt sich eins zum anderen. Sie sieht ein Infoplakat von einem Immobilienmakler und bewirbt sich bei ihm. Mit viel Unterstützung und immer den richtigen Zufällen findet Clara ihren Weg und wird zur Powerfrau.
Die Storyline überzeugt leider überhaupt nicht, da so viele Zufälle selbst in einer fiktiven Geschichte sauer aufstoßen. Auch mit den Protagonisten wird man nicht warm. Sie sind viel zu oberflächlich dargestellt, allen voran die Mädels um Clara. Einzig Britta sticht ein bisschen aus der Menge hervor, die anderen drei bleiben eher als kunterbuntes Wirr-Warr von nicht zu unterscheidenen Personen im Kopf des Lesers zurück.
Das Ende ist auch sehr vorhersehbar. Natürlich kommt Clara auf Mallorca dahin, wo sie hinwillt und sie hat sogar die Gelegenheit es ihrem Ex-Freund heimzuzahlen. Zwar sind manche Sachen nicht ganz vorhersehbar, wie zum Beispiel Alain und Chantals Geheimnis, trotzdem kann es nicht viel rausreißen und die Geschichte bleibt langweilig und plätschert nur vor sich hin. Dass am Ende alles Gut für Clara wird, wird dem Leser spätestens ab der Hälfte des Buches klar.

Fazit

Das Buch bietet anspruchslose Unterhaltung, mehr aber leider nicht.

1 von 5 Punkten


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