Mittwoch, 12. Dezember 2012

Rezension: Magierdämmerung 3. In den Abgrund (Bernd Perplies)

Egmont LYX
Klappenbroschur, 512 Seiten
ISBN 978-3-8025-8266-0
12,99 €


Ein kurzer Einblick

Dunkle Magie beherrscht die Welt … England 1897. Der Kampf um die Wahre Quelle der Magie spitzt sich zu. Jonathan Kentham und Kendra, die Enkelin des Wächters Giles McKellen, wollen mit Hilfe eines magischen Artefakts das Siegel von Atlantis wieder schließen. Doch der Usurpator Wellington war nicht untätig. Er hat die Quelle der Magie unter seine Kontrolle gebracht und verfügt nun über eine Waffe, die mächtiger ist als alles, was die Welt bislang gesehen hat ... Das packende Finale der Magierdämmerung!

Bewertung

Lord Wellington hat die Wahre Quelle der Magie unter seine Kontrolle gebracht und rüstet sich auf dem kleinen, felsigen Eiland mit perfiden Plänen gegen seine Feinde. Doch auch diese sind nicht untätig geblieben.
Feinde hat der Usurpator Wellington viele. Die Handlungsstränge stehen dem im Nichts nach. Die Folge: Ein ruhiger Beginn, eine Geschichte, die langsam Fahrt aufnimmt, sich immer mehr verdichtet und in einem Finale endet, das einer Trilogie würdig ist.
Der Indianer Wovoka, Ende des letzten Bandes eingeführt, ereilt eine Vision, aufgrund derer er sich auf den Weg zur Wahren Quelle der Magie macht. Er ist einer von vielen, die ihre Hoffnung in diesen letzten Kampf stecken. Denn sollte Wellington den Sieg davon tragen, würde sich das Antlitz der Erde grundlegend verändern. Jonathan Kentham, Robert Pennington und Kendra McKellen reisen an Bord des Fliegenden Holländers. Unterdessen versichern sich Mitglieder des Silbernen Kreises der Anhängerschaft von Feodora Victoria Auguste Marie Marianne von Sachsen-Meiningen, einer Urenkelin Queen Victorias. Jupiter Holmes und Randolph Brown reisen an Bord der Gladius Dei, dem Zeppelin des Vatikans, unter den misstrauischen Blicken von Lionida Diodato und Emilio Scarcatore. Tisiphone, selbsternannte Rachegöttin und überraschende Reinkarnation einer bekannten Figur, schließt sich Lord Wellington an. Und auch der Franzose mischt wieder mit.
Die Figuren nehmen ihre Stellungen ein, trotzen Gefahren und magischen Widrigkeiten. Angeschlagen und geschwächt kreist der Feind Lord Wellington ein, der mit einer solchen Übermacht nicht gerechnet hat. Doch auch er hält noch so manche Überraschung parat, um den vollkommenen Sieg zu feiern.
Der Fliegende Holländer ist die auffälligste literarische Gestalt, die Bernd Perplies verbaut hat. Viele weitere verbergen sich; mal auffälliger, mal weniger ersichtlich. „In den Abgrund“ ist nicht nur der finale Abschluss der „Magierdämmerung“, sondern lädt auf eine weitere Spurensuche nach literarischen Gestalten ein, von denen einige entdeckt werden können.
Viel Neues bietet Bernd Perplies nicht, dafür baut er seine Vorarbeiten auf das Finale aus und wartet mit viel Action, einer Spur Romantik, überraschenden Wendungen in der Handlung und mehr als sympathischen Figuren auf. Die Handlungsfäden schließen sich, zwirbeln sich zu einem Faden zusammen, an dem alle Beteiligten zerren ...

Fazit

… und so mausert sich auch „In den Abgrund“ zu einem starken Roman über Freundschaft, Intrigen, Macht und Verrat; und entführt natürlich einmal mehr in eine Welt der Magie, die ihresgleichen sucht. Nun bleibt nur noch zu hoffen, dass der Autor weitere Geschichten in dieser Welt ansiedelt, uns ein weiteres Mal in die Welt des Jonathan Kentham entführt.

4 von 5 Punkten

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