Mittwoch, 19. Dezember 2012

Rezension: Leben in zwei Welten (Pascal Voggenhuber)

Bastei Lübbe
Paperback, 220 Seiten
ISBN: 978-3-404-61651-0
18,95 €


Ein kurzer Einblick

„Wenn ein Wunder geschehen soll, dann ist es dem Wunder egal, was du gerade tust.“

Pascal Voggenhubers Wunder geschieht auf dem stillen Örtchen: Zum ersten Mal nimmt er seine Aura wahr – ein Regenbogen um seine Hand. Plötzlich erinnert er sich an frühere Begegnungen mit seinem Geistführer und Schutzengel, aber auch an Kontakte zu Verstorbenen. Pascal Voggenhuber beginnt, sich mit seinen übersinnlichen Fähigkeiten auseinanderzusetzen und seine Spiritualität in seinen Alltag zu integrieren.

Bewertung

Wer kennt sie nicht? Kleine Esoterikläden in den Städten, Wahrsagerinnen und Hellseherinnen auf bestimmten Kanälen im Fernsehen und Jahrmärkten und nicht zu vergessen die vielen Serien und Filme über Geister und Dämonen wie "Supernatural", "Charmed", "Das Medium", "Sixth Sense" etc. Ob man daran glaubt oder nicht, Spiritualität ist für viele Menschen ein Teil des Alltags.

„Leben in zwei Welten“ ist eine Autobiographie von Pascal Voggenhuber, in welcher er uns seinen Weg zur und mit seiner Spiritualität erzählt. Völlig frei von hochtrabenden Begriffen berichtet er anschaulich und ohne Pathos von Begegnungen mit Verstorbenen, Auren und früheren Leben. Er stellt sich dabei aber keineswegs über „normale“ Menschen, die nicht über die Gabe oder wie er es nennt, das Talent zur Medialität verfügen, sondern beteuert eher das Gegenteil, dass auch medial begabte nur Menschen sind, die nicht alles wissen und Fehler machen.

Faszinierend ist auch zu erfahren, dass man sich direkt zum Medium ausbilden lassen kann, wie Pascal Voggenhuber es gemacht hat. Denn er nimmt seine Medialität und damit auch seine Aufgabe, Menschen bei Einzelsitzungen, Vorträgen und Seminaren zu beraten, sehr ernst. Dadurch und sicherlich auch durch sein Charisma wurde er innerhalb kürzester Zeit zum jüngsten erfolgreichen Medium der Schweiz, dem es aber nicht darum geht, mit seiner Medialität Unmengen an Geld zu scheffeln. Vielmehr kommt er mir wie ein ganz normaler, auf dem Teppich gebliebener junger Mann vor, der auch zusehen muss, wie er sich seinen Lebensunterhalt verdient.

Ein weiterer interessanter Aspekt ist, dass der Autor nicht nur jung ist, sondern auch mit der Zeit mitgeht; so findet man ihn z.B. im sozialen Netzwerk Facebook oder auch auf Youtube, wo man sich ein Bild über seine Arbeit machen kann.

Fazit

„Leben in zwei Welten“ enthält viel Wissenswertes über ein Thema, das oft belächelt wird, aber trotz alledem sehr faszinierend ist. Aufgrund der ruhigen Erzählweise und einfachen Sprache ist diese Autobiographie lesenswerter, als wenn Pascal Voggenhuber mit schillernden Worten irgendwelche Zukunftsvisionen zum Besten gegeben hätte.


3,5 von 5 Punkten

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen