Sonntag, 2. Dezember 2012

Rezension: Känguru 1. Die Känguru-Chroniken (Marc-Uwe Kling)

Ullstein 
Kartoniert, 256 Seiten
ISBN-10: 3548372570 
7,95 €

Ein kurzer Einblick

Ich bin ein Känguru - und Marc-Uwe ist mein Mitbewohner und Chronist. Nur manches, was er über mich erzählt, stimmt. Zum Beispiel, dass ich mal beim Vietcong war. Das Allermeiste jedoch ist übertrieben, verdreht oder gelogen! Aber ich darf nicht meckern. Wir gehen zusammen essen und ins Kino, und ich muss nix bezahlen.


Bewertung

Marc-Uwe Klings neues Buch ist ein bisschen unbeschreiblich. Was soll es eigentlich darstellen? Eine Satire? Ein Polit-Kabarett? Einen gesellschaftskritischen Roman? Soll es uns einfach nur zum Schmunzeln bzw. Lachen bringen? Ist es nur eine leichte Lektüre für unterwegs? Richtig in eine Sparte einordnen kann man dieses Buch wohl nicht. Vielleicht ist es ja auch eine Tiergeschichte da einer der Hauptprotagonisten ja ein Känguru ist, was auch noch sprechen kann.
Ein Känguru, was plötzlich an eine Tür klopft und bei dem Kleinkünstler Marc-Uwe Kling einzieht. Das gibt es wirklich nicht alle Tage. Auch entpuppt sich das Känguru als ziemlich anstrengender Mitbewohner, der am liebsten Schnapspralinen frisst, sich um den Badputz drückt und auch sonst für allerlei Unruhe sorgt. Psychisch angeschlagen von seiner Vietcong-Zeit raubt es Marc-Uwe mehr als einmal den letzten Nerv und der findet sich auch bald auf der Couch eines Psychiaters wieder.
Was die ganzen Geschichten einem sagen wollen, liegt im Auge des Betrachters. Mir persönlich ringen sie ab und an ein Schmunzeln ab und sorgen mit den sehr kurzen Kapitel für kurzweilige Unterhaltung. Manchmal kommt ein Blitzen durch und man sieht der Gesellschaft einen Spiegel vorgehalten. Leider sind die Kapitel zu kurz, um den wirklichen Problemen auf der Grund zu gehen. 

Fazit

Kurzweilige Unterhaltung mit einem verfressenden Känguru sorgen für kurzweilige  Schmunzelstunden.

  2,5 von 5 Punkten

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