Donnerstag, 20. Dezember 2012

Rezension: Jesus liebt mich (David Safier)

rororo
Taschenbuch, 304 Seiten
ISBN: 978-3-499-24811-5
8,95 €


Ein kurzer Einblick

Marie hat das beeindruckende Talent, sich ständig in die falschen Männer zu verlieben. Kurz nachdem ihre Hochzeit geplatzt ist, lernt sie einen Zimmermann kennen. Und der ist so ganz anders als alle Männer zuvor: einfühlsam, selbstlos, aufmerksam. Dummerweise erklärt er beim ersten Rendezvous, er sei Jesus persönlich. Zunächst denkt Marie, dieser Zimmermann habe nicht alle Zähne an der Laubsäge. Doch bald dämmert ihr: Joshua ist wirklich der Messias. Und Marie fragt sich, ob sie sich diesmal nicht in den falschesten aller Männer verliebt hat.

Bewertung

In seinem zweiten Buch konfrontiert uns David Safier mit zwei ineinander verstrickten Handlungsebenen. Zum einen mit der menschlichen, in die man sich als Leser sehr gut hinein versetzen kann, und zum anderen mit der, in der der Glaube an Gott eine wichtige Rolle spielt.

In diese Geschichte werden Marie und ihre Familie geworfen, wobei Marie von ihrer Schwester stete Unterstützung erhält, obwohl diese selbst gerade mit einem Tumor auf Leben und Tod kämpft. Doch sie gibt nicht auf und berührt die Leser vor allem mit ihren in die Geschichte wunderbar eingeflochtenen Comiczeichnungen und bringt diese zum Lachen. Und das Lachen kann auch Marie gut gebrauchen. Hat sie doch ihren Verlobten vor dem Altar sitzen gelassen, wodurch sie sich nicht nur Freunde gemacht hat. Als dann auch noch das Dach direkt über ihrem Zimmer ein Loch hat, ist Marie völlig mit ihren Nerven am Ende.
Da steht urplötzlich der Zimmermann Joshua vor ihrer Zimmertür und beginnt, nicht nur den Dachstuhl, sondern nach und nach auch Maries Leben zu reparieren. Marie ist hin und weg und malt sich bereits eine gemeinsame Zukunft mit dem einfühlsamen und selbstlosen Zimmermann aus, als er ihr erklärt, er sei Jesus höchst persönlich.
Als sich die Ereignisse wenig später überschlagen und die letzte Schlacht näher rückt, in der Jesus gegen die vier von Satan gesandten apokalyptischen Reiter kämpfen muss, muss auch Marie sich beweisen.

Bis auf Joshua, der lange Zeit sehr undurchsichtig scheint, werden die Personen sehr tiefgründig gezeichnet, was diese rasante Komödie zu einem ungeheuren Lesespaß macht. Auch regt sie mit viel Witz und Charme zum Nachdenken an. Die 302 Seiten liest man mit etwas Zeit im Gepäck an einem Stück und wie im Flug und am Ende war ich sogar ein wenig bestürzt, dass die Geschichte schon zu Ende war.

Fazit
 
Wer sich ohne Vorurteile dem christlichen Glauben gegenüber dem Buch zuwendet, findet eine wundervolle Geschichte, die nicht nur das Herz erweichen, sondern bei der man auch herzhaft lachen kann.
 

5 von 5 Punkten

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