Dienstag, 18. Dezember 2012

Rezension: Invisible Fiends 2. Caddies Spiel (Barry Hutchison)

Gulliver
Taschenbuch, 200 Seiten
ISBN: 978-3-407-64222-3
7,95 €

Ein kurzer Einblick

Kaum hat Kyle Mr Mumbles besiegt, steht ihm ein neues grauenvolles Ereignis bevor: Die Schule geht wieder los. Dort freut sich der Brutalo Billy schon auf die nächste Schlägerei. Doch auch Billy hatte eine Fantasiefreundin: Caddie, das kleine Mädchen mit der Puppe! Caddie ist zurückgekommen. Für Kyle und Billy veranstaltet sie ein blutiges Spiel und verwandelt die Schule in einen Horrorparcours. Erst viel zu spät merkt Kyle, dass dies nur ein Ablenkungsmanöver ist. Das wahre Ziel der unsichtbaren Feinde liegt bei ihm zuhause: Dort ist seine Mutter, ganz alleine, ahnungslos und ohne Schutz ...

Bewertung

Sie ist ein kleines Mädchen mit einer Puppe in den Händen und sie möchte so gerne spielen. Nur leider ist Caddie nicht wirklich echt, sie ist einer der unsichtbaren Freunde, die vergessen wurden.
In zweiten Band der „Invisible Fiends““ Reihe von Barry Hutchison muss Kyle erneut gegen einen der vergessenen unsichtbaren Freunde kämpfen. Nachdem er im ersten Teil seinen unsichtbaren Freund Mr. Mumbles besiegt hat, muss er sich nun mit dem des Rowdys der Schule herumschlagen.
Der Roman hat den gleichen Anfang wie der erste Band. Erst verwirrt das einen, aber schnell merkt man, dass es eine Szene ist, auf den die Romanreihe sich zuspitzt. Man weiß nicht, in welchem Band der Reihe es passiert und das hält die Spannung zusätzlich aufrecht.
Spannung ist auch das Stichwort für diesen Teil. Caddie ist ein sehr interessanter Charakter und zusammen mit ihrer Puppe „Raggy Maggie“ wirkt sie auf den Leser sehr unheimlich. Die Spiele, die sie sich für Kyle ausgedacht hat, und die er überleben muss, passen gut zu einem kleinen Kind. Caddie geizt nicht mit Teddybären und Schattenspielen.
Kyles Vater taucht auch wieder auf, aber ebenso wie im ersten Band erfährt man nicht wirklich mehr über ihn. Hier hält Hutchinson die Spannung konstant aufrecht und allein das Geheimnis um Kyles Vater verleitet einen dazu mit Spannung auf den nächsten Band zu warten. Auch die „dunkle Ecke“ bleibt für den Leser weiter ein Geheimnis. Zwar erfährt man ein bisschen mehr darüber, aber Neugier befriedigend wirkt es nicht.
Ameena taucht auch wieder auf um Kyle zu unterstützen. Wirklich viel Neues erfährt man auch über sie nicht, aber am Ende gibt es eine Szene, die einen stutzig werden lässt und die alle vorherigen Theorien in Bezug auf sie wieder zerschlägt.
 
Fazit

Insgesamt ist der zweite Band noch ein bisschen besser als der Erste. Caddie wirkt sehr stimmig und durch ihre fiesen Spiele, die genau auf ein kleines Mädchen abgestimmt sind, rundet sich die Story gut ab. Der Band wirft viele neue Fragen auf und bringt keine wirklichen Antworten.
Durch seine Kürze und den flüssigen Schreibstil von Hutchinson lässt dieser Band sich auch wieder ein einem Rutsch durchlesen.
Gruslige Spannung, liebgewonnene Charaktere und Action erwarten die Leser. Ein Lesespaß, der nicht nur Jugendliche in seinen Bann zieht!

4,5 von 5 Punkten

Wir danken Beltz & Gelberg für das bereitgestellte Rezensionsexemplar.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen