Dienstag, 18. Dezember 2012

Rezension: Invisible Fiends 1. Mr. Mumbles kehrt zurück (Barry Hutchison)

Gulliver
Taschenbuch, 201 Seiten
ISBN: 978-3-407-74197-4
7,95 € 
 
Ein kurzer Einblick

Ein Winterabend, Kyle ist allein zu Hause. Es klopft an der Haustür. Überraschung! Draußen steht »Mr Mumbles«, Kyles Fantasiefreund von früher. Mr Mumbles sieht allerdings erschreckend real aus. Und Mr Mumbles will auch nicht mehr spielen – er trägt jetzt eine Axt! Kyle flieht in Todesangst und macht eine schreckliche Entdeckung: Es gibt eine Parallelwelt der vergessenen Freunde. Dort sind sie alle versammelt, die einst netten unsichtbaren Spielkameraden. Sie wollen zurück in die Welt der Menschen, sie wollen Vergeltung. Doch dazu brauchen sie Kyle. Mr Mumbles’ Besuch ist erst der Anfang …

Bewertung

Unsichtbare Freunde sind die Begleiter mancher Kinder. Im Normalfall verschwinden diese wieder, aber was passiert, wenn sie irgendwann wiederkommen? Und wenn sie dann nicht mehr nette Freunde sind, sondern zu Feinden geworden sind?
Barry Hutchinson hat sich dieses Szenario zu nutzen gemacht und die Freunde der Kindheit heraufbeschworen, allerdings sind sie nun nicht mehr nett, sondern böse.
Ein kleiner gemeiner Trick, den Hutchison anwendet, ist das Szenario am Anfang des Romans. Der Leser bekommt einen kleinen Einblick in die Geschehnisse, die 34 Tage nach der eigentlichen Romangeschichte folgen. Man steckt quasi schon mittendrin, bevor man überhaupt die ersten paar Seiten gelesen hat.
Die Geschichte an sich lässt sich gut lesen. Kyle ist ein sehr angenehmer Charakter und bei den Kämpfen, die er mit Mr. Mumbles ausfechtet, fiebert man mit. Zur Seite steht ihm ein Mädchen namens Ameena. Auch hier weiß der Leser erst nicht, ob sie real ist oder nicht, aber das soll hier natürlich auch nicht verraten werden.
Verraten werden kann aber, dass „Invisible Fiends“ ein Buch ist, das die gesamte Zeit Spannung bereit hält. Der Roman ist durchzogen von schaurigen Momenten, verrückten Sachen und vielen Geheimnissen.
Mit 200 Seiten ist das Buch nicht wirklich dick und lässt keinen großen Raum um eine Geschichte voranzutreiben. Aber das macht nichts, da Hutchison mit dieser Teilstory dem Leser nur ein Häppchen zuwirft und die Geschichte noch in seinen Nachfolgebänden ausbauen wird (der zweite Teil „Caddies Spiel“ soll im September 2010 bereits erscheinen). Caddie begegnet Kyle auch schon in diesem Buch und verspricht weiter für Spannung zu sorgen. 
 
Fazit

Cover, Klappentext und Inhalt halten, was sie versprechen und liefern eine schaurige Geschichte für Leser ab 13 Jahren. Aber nicht nur die 13-Jährigen werden gefesselt sein, sondern Hutchison vermag es auch die erwachsene Leserschaft in seinen Bann zu ziehen. Unterhaltung für Jung und Alt!

4 von 5 Punkten

Wir danken Beltz & Gelberg für das bereitgestellte Rezensionsexemplar.

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