Dienstag, 18. Dezember 2012

Rezension: In Todesangst (Linwood Barclay)

List 
Gebunden, 448 Seiten 
ISBN: 978-3548282718
16,90 €

Ein kurzer Einblick

Eigentlich wollte Tim einen schönen Sommer mit seiner Teenagertochter verbringen. Seit der Trennung von seiner Frau lebt Sydney bei ihrer Mutter am anderen Ende der Stadt. Doch für einen Sommerjob in einem Hotel zieht sie vorübergehend zu Tim. Und verschwindet nach wenigen Wochen spurlos. Voller Sorge macht Tim sich auf die Suche nach seiner Tochter, richtet eine Website ein, geht allen Hinweisen nach. Als sein eigenes Haus verwüstet wird, ahnt er, dass er selbst in Lebensgefahr schwebt. Dann verschwindet auch noch Sydneys beste Freundin, und eine Frau wird vor Tims Haustür ermordet. In panischer Angst sucht er weiter, und nach und nach wird ihm klar, dass er seine Tochter viel weniger gut kannte, als er dachte.

Bewertung

Linwood Barclay hat mit seinem Buch „In Todesangst“ einen Thriller abgeliefert, der den Leser von der ersten Sekunde an fesselt. Mit klopfendem Herzen verfolgt der Leser, wie der Hauptprotagonist Tim verzweifelt nach seiner Tochter sucht. Tim hängt sehr an seiner Tochter Sydney, die seit der Scheidung von seiner Frau bei ihrer Mutter samt neuem Freund wohnt. Diese Ferien ist sie wieder bei ihrem Vater und jobbt in einem Hotel. Aber plötzlich kommt sie nach einem Streit von der Arbeit nicht wieder nach Hause. Tim beginnt nach ihr zu suchen und diese Suche strapaziert nicht nur Tims Nerven, sondern auch die der Leser. Nervenaufreibend ist dieses Buch allemal und der Leser wird Mühe haben es aus der Hand zu legen. Manche Stellen sind noch nicht einmal besonders spannend, aber diese werden überbrückt durch die Neugier des Lesers, der wissen will, was mit Sydney passiert ist. Ist sie wirklich ein Mädchen, welches in dunkle Machenschaften verstrickt ist? Oder ist sie nur ein unschuldiges Opfer, das aus Versehen irgendwo hinein gerutscht ist? Oder ist gar was ganz anderes passiert, dass sie plötzlich abtauchen musste? Der Leser merkt zusammen mit Tim, dass er seine Tochter nicht so gut kannte, wie er gedacht hat. Durch dieses Vorgehen von Barclay wird der Leser gekonnt in Tims Welt hineingezogen und auf jeder Seite wird dessen Neugier neu entfacht. Tim ist ein angenehmer Charakter, mit dem man mitleiden kann. Aber er lädt auch zum Schmunzeln ein. Die Szenen, wenn er auf den neuen Mann seiner Frau trifft und die Gedanken, die er dabei hat, sind herrlich beschrieben.
Wie in fast jedem Thriller oder Krimi, spielt auch in diesem Buch der Zufall eine wichtige Rolle. Manche Begebenheiten passen einfach zu perfekt aufeinander. Aber da das Buch den Leser ja unterhalten soll und sich die Zufälle noch im Rahmen des Logischen bewegen, kann darüber hinweggesehen werden und auch dem Lesevergnügen tut es keinen Abbruch. 
 
Fazit

Das Ende des Buches ist, anders wie bei dem Vorgängerbuch „Dem Tode nah“, nicht vorhersehbar. Das heißt, dass der Leser bis zum Ende auf die Folter gespannt wird und auch dort erst das ganze Komplott des Buches enthüllt wird. Bis es aber dazu kommt, erlebt der Leser einen gut durchdachten Thriller, mit vielen Überraschungen, der einen zu fesseln vermag. Suchtgefahr und Schlaflosigkeit sind nicht ausgeschlossen, deswegen bekommt das Buch

5 von 5 Punkten

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen