Sonntag, 16. Dezember 2012

Rezension: Himmelsschwingen (Jeanine Krock)

Heyne
Taschenbuch, 160 Seiten
ISBN: 978-3-453-52899-4
5,99 €

 
Ein kurzer Einblick

in Routineauftrag führt Samjiel, den General der himmlischen Heerscharen, nach Sankt Petersburg. Dort lernt er die lebensfrohe Iris kennen und ehe er sichs versieht, steht seine Welt Kopf: Gegen alle Regeln verlieben sich die beiden ineinander und Samjiel ist zum ersten Mal in seinem Leben glücklich — doch dadurch ist er auch zum ersten Mal verwundbar ...
 
Bewertung

Himmelsschwingen ist eine Novelle von Jeanine Krock. Mein erster Eindruck von diesem Büchlein war, dass man mitten in die Handlung geworfen wird. Ich musste mich erst einmal einlesen, bevor ich mich richtig auf die Handlung konzentrieren konnte und teilweise habe ich zum besseren Verständnis auch manche Passagen doppelt gelesen, da sich mir der Sinn nicht richtig erschlossen hat. Während ich immer weiter fortgeschritten bin, desto mehr habe ich die Welt von Sam und Iris erschlossen und lieb gewonnen.
Nun erst einmal zu den beiden Hauptcharakteren. Auf der einen Seite haben wir den Engelsgeneral Samijel und auf der anderen Seite den weiblichen Wächterengel Iris. Iris habe ich von Anfang an als den Punk unter den Engeln gesehen. Sam, wie er von Iris genannt wird, sah ich eher als gefühlskalt an. Interessant war dann seine Wandlung zu sehen. Besonders gelungen fand ich den Abschnitt, als er sich betrinkt.
Die Geschichte von der Novelle ist ziemlich vorhersehbar, es gibt zwar noch die eine oder andere Überraschung, aber das Iris ihren Willen bekommt steht schon von Anfang an fest. Hier spielt auch eher das „Wie“ eine Rolle. Und das beschreibt Jeanine Krock sehr gut. Als Hintergrundkulisse hat sie Sankt Petersburg gewählt und beim Lesen habe ich richtig Lust bekommen, der Stadt mal selbst einen Besuch abzustatten.
Auch Galinas und Miljenas Geschichte fand ich wunderschön erzählt. Selbst diese Charaktere sind mir in der kurzen Zeit ans Herz gewachsen.
Das Ende der Novelle ist ziemlich überraschend und ich kann nur hoffen, dass die Autorin einen weiteren Band plant.
Am Ende der Novelle befindet sich noch ein Interview mit der Autorin und eine Leseprobe von „Flügelschlag“, auch einen Roman, der in der Welt der Engel spielt und vor „Himmelschwingen“ geschrieben wurde.

Fazit

Nach kurzem Einlesen kann man sich in die Geschichte fallen lassen. Iris und Sam sind Gegensätze, die der Novelle die richtige Würze verleihen. Für Leser, die gerne mal wieder in eine Engelsgeschichte eintauchen möchten ist „Himmelschwingen“ auch dank der nur knapp 145 Seiten gut geeignet.

3,5 von 5 Punkten

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