Donnerstag, 20. Dezember 2012

Rezension: Gossip Girl (Cecily von Ziegesar)

Carlsen
Taschenbuch, 248 Seiten
ISBN: 978-3-551-73154-8
7,95 €

 
Ein kurzer Einblick

New York, Upper East Side - hier leben die Reichen und Schönen der Stadt! Jeder an der Schule im Viertel möchte zur Glamourclique um die bezaubernde Serena, 'S', gehören, doch die nimmt nicht jeden in ihren erlauchten Kreis auf. Doch von den Gerüchten, die anonym per sms praktisch jeden erreichen, bleiben auch die reichen Kids nicht verschont.
Serena hat nach einer Party mit dem Freund ihrer besten Freundin Blair rumgemacht, wurde danach ins Internat "verbannt".
Jetzt ist S zurück in der Stadt und die Intrigen schon in Vorbereitung...

Bewertung

Hält man den ersten Band von „Gossip Girl“ in den Händen, blickt einem ein schön gezeichnetes Mädchen entgegen. Bunte Farben, hübsche Konturen, allgemein sehr ansprechend. Auf der Rückseite räkelt sich ein brünettes Mädchen in doch sehr lasziver Weise. Schon der Einband lässt erahnen, wieso der Carlsen Verlag eine Altersempfehlung ab 14 Jahren gibt. Auch inhaltlich ist der Manga für ältere Leserinnen geeignet. Es handelt sich um die Probleme der Reichen und Schönen. Probleme, die auch ein normal Sterblicher hat, nur mit weniger Geld. Am Anfang präsentiert sich der Manga noch mit Hochglanzseiten, doch nach sechs Seiten ist damit schon Schluss. Es gibt noch eine Seite auf Glanzpapier in Schwarz-Weiß, danach geht der Manga auf ganz normalem Papier weiter. Die Zeichnungen wirken ganz gelungen. Immer wieder werden Bildchen eingeschoben, in denen die Figuren verniedlicht werden. Das heitert die ganze Atmosphäre des Mangas auf.
Die Geschichte haut nicht um. Typischer Zickenkrieg, wer schläft mit wem, wer nutzt wen aus und die Probleme mit den Eltern dürfen natürlich auch nicht fehlen. Dadurch werden einem die Protagonisten auch nur bedingt sympathisch. Sie kommen einem eher als ziemlich verzogen vor und gehen einem mit ihrem Getue auf die Nerven. Die Geschichte wird von „Gossip Girl“ erzählt, die die Protagonisten nur B. für Blair oder S. für Serena nennt. Das wirkt ziemlich distanzierend, auch für den Leser. Man hat das Gefühl, dass man gar nicht nahe an die Charaktere ran kommt und alles sehr oberflächlich bleibt. Auch die Rückblicke in die Kindheit lassen einem die Charaktere nicht näher kommen.

Fazit

Mich hat der Manga nicht umgehauen. Die Zeichnungen sind ganz nett, die Geschichte aber ein typischer Mädchenkrieg. Für 14-18 jährige geeignet, alle anderen Leser dürften sich langweilen.

2 von 5 Punkten

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