Montag, 10. Dezember 2012

Rezension: Fever 3. Im Schatten dunkler Mächte (Karen Marie Moning)

Ullstein
Kartoniert, 432 Seiten
ISBN: 978-3548280837
8,95 €

Ein kurzer Einblick

Die junge Amerikanerin MacKayla Lane sucht in Dublin nach dem Mörder ihrer Schwester Alina. Als ihr eine Seite aus Alinas Tagebuch zugespielt wird, ist sie schockiert angesichts der verzweifelten Zeilen ihrer Schwester. MacKayla muss erkennen, dass der Mörder ihr selbst immer näher kommt. Aber auch andere dunkle Mächte haben es auf sie abgesehen, und MacKayla ist gezwungen, ein Bündnis zu schließen - ein Bündnis mit einem Feind, dessen magische Anziehungskraft zur größten Bedrohung wird.

Bewertung

Dieses Jahr im Februar ist endlich der lang ersehnte dritte Roman der "Fever"-Serie von Karen Marie Moning erschienen. Endlich taucht nicht mehr das Schlüsselwort "Vampir" im Titel auf, sondern "Faefever" wird mit "Im Schatten dunkler Mächte" übersetzt. Dieser Titel passt schon stimmiger einfach mehr zu dieser Buchreihe und verspricht keine böse Überraschung, wenn sich der Leser mit einer falschen Vorstellung an den Roman begibt.
Auch hier steht für Mac wieder die Frage im Vordergrund, wem sie trauen kann und wem nicht. Neben Barrons und V´lane mischen nun auch die anderen Sidhe-Seherinnen mit. Rowena, die Anführerin der Seherinnen, möchte ihr den Speer abjagen, der eines der Heiligtümer darstellt. Da Mac diesen aber nicht freiwillig hergeben will, schickt Rowena sogar andere Seherinnen zu Mac, die ihr den Speer abjagen sollen. Dann passiert ein Unfall und dies alles führt dazu, dass die Fronten zwischen Mac und den anderen Seherinnen sich vorerst verhärten. Durch Dani aber, einer befreundeten Seherin von Mac, kann Einiges doch wieder geklärt werden, aber Macs Misstrauen ist dadurch nicht zerstreut.
Auch in diesem Band macht Mac wieder eine Entwicklung durch. Insgesamt wirkt das Buch düsterer als die beiden ersten Bände, auch wenn Macs "MacHalo" (ein pinker Fahrradhelm, der mit Taschenlampen bestückt ist) der Brüller schlechthin ist. Mac wirkt in diesem Buch noch einen Tick erwachsener. Das kommt daher, dass sie erkennt, dass sie eigentlich von allen nur als Spielball benutzt wird und mehr und mehr versucht die Fäden selbst in die Hand zu nehmen. Gerade das Ende dieses Bands ist sehr eindrucksvoll und leider auch eine einzige Folter für den Leser, der auf die nachfolgenden Bände hofft. Waren die Enden der beiden ersten Romane noch halbwegs in sich abgeschlossen, bekommt man hier ein Ende vorgesetzt, welches offener nicht sein kann.
Auch Inspector Jayne macht eine Entwicklung durch. Endlich erkennt er, dank Mac, was wirklich in Dublin los ist und fängt an produktiv zu arbeiten, als immer nur Mac zu verdächtigen. V´lane, der undurchsichtige Feenprinz, macht Mac ein Geschenk, das sie dazu befähigt ihn immer her zurufen, wann es ihr beliebt. Das wirft natürlich die Frage auf, was V´lane eigentlich im Schilde führt? Undurchsichtigkeit scheint eine Vorliebe der Charaktere Karen Marie Monings zu sein. Auch Christian McKeltar, der Macs Schwester Alina kannte, scheint mehr zu wissen, als er vorgibt.
Stimmige Eindrücke, Düsterkeit und ein Schuss Erotik machen diesen Roman zu einem Lesevergnügen!
 
Fazit

Hat man den zweiten Band "Im Reich des Vampirs" noch lesen können, ohne den ersten Band zu kennen, würde ich dies bei diesem Band nicht mehr empfehlen. Macs Geschichte ist nun einfach zu weit fortgeschritten, als dass man alles ohne Vorwissen versteht. Zwar gibt es auch eine Rückblende in Form eines Prologs und ein Glossar der Wörter am Ende, aber der Lesespaß würde sich doch schmälern.
Ich für meinen Teil freue mich schon auf den nächsten Band und bin gespannt, wie Mac sich aus der brenzligen Situation am Ende heraus winden kann. Voraussichtlich wird der nächste Band im Dezember 2010 erscheinen.

4 von 5 Punkten

Wir danken dem Ullstein Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

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