Montag, 10. Dezember 2012

Rezension: Fever 2. Im Reich des Vampirs (Karen Marie Moning)

Ullstein
Kartoniert, 384 Seiten
ISBN: 978-3548266022
7,95 €

Ein kurzer Einblick

Bei der Suche nach dem Mörder ihrer Schwester ist die junge MacKayla Lane in die Fänge einer dunklen, gefährlichen Macht geraten. Aus dem Reich der Vampire und Feen führt jetzt nur ein Weg heraus: Sie muss in den Besitz des uralten Buchs der Schwarzen Magie gelangen. Unterstützung findet Mac in dem geheimnisvollen, attraktiven Buchhändler Barrons, der sich mit Vampiren bestens auskennt. Aber kann sie ihm überhaupt trauen – im Kampf gegen das Böse?

Bewertung

Auch hier führt der Verlag den Leser wieder auf eine falsche Fährte. Im Original heißt der Roman "Bloodfever", aber auch hier wird der Leser wieder mit dem Schlüsselwort "Vampir" gelockt. Auch wenn der Titel nicht das verspricht, was er hält, lassen die pinke Schrift und das schmachtende Pärchen doch eher den Inhalt erahnen. Zwischen Mac und Barrons fängt es mehr an zu knistern und Mac entwickelt sich weiter weg von der Südstaaten-Schönheit zu einer Sidhe-Seherin, auch wenn die Sidhe-Seherin noch immer eine Leidenschaft für die Farbe Pink hat. Moning, oder besser gesagt ihre Protagonistin Mac, führt am Anfang des Romans nochmal den Leser in ihre Welt ein. Es ist zwar von Vorteil, wenn man den vorigen Band gelesen hat, aber kein Muss.
Auch in diesem Band überzeugt der Schreibstil von Moning wieder. Teilweise fliegt man beim Lesen über die Seiten und das Buch ist viel zu schnell zu Ende. Innehalten kann man nur, um über MacKayla zu schmunzeln, die trotzdem immer wieder in ihr altes Leben zurückfällt und sich Gedanken über ihre Kleidung macht, mit der sie die Feenwesen jagen will.
Hintergrund in diesem Buch ist die Jagd nach diversen Heiligtümern der Feenwesen und der Kampf mit dem Pseudovampir Mallucé. Mac muss viele Entscheidungen treffen und sie verändert sich innerlich immer mehr. Eine andere Zerrissenheit, die in Mac wütet, ist die, dass sie nicht weiß, wem sie eigentlich trauen kann und wem nicht. Obwohl sie Barrons irgendwie mag, weiß Mac, dass er Geheimnisse hat, die er gut hütet. Auf der anderen Seite steht der Feenprinz V`lane. Er ist ein Tod-duch-Sex-Feenwesen und jedes Mal, wenn er bei Mac auftaucht, muss sie an sich halten sich nicht die Klamotten vom Leib zu reißen. Dies führt auch zu einigen erheiternden Szenen im Roman. Moning stellt Macs innere Zerrissenheit gut dar und gibt der Figur, trotz aller Oberflächlichkeit, die an einigen Stellen doch auftaucht, eine gewisse Tiefe.
 
Fazit

Das Ende hört auf mit einem Knall. Mac erfährt Mallucés Geheimnis und nimmt selber davon eine Kostprobe. Der Schluss lässt wieder viele Fragen offen, aber er macht auch neugierig auf den nächsten Band.
Am Ende des Buches befindet sich noch ein ausführliches Glossar mit Namen und Begriffen, sowie der korrekten Aussprache der Wörter. Dabei enthalten auch einige der Einträge kleine Überraschungen, also unbedingt nach Beendigung des Romans noch lesen.

3,5 von 5 Punkte

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