Montag, 10. Dezember 2012

Rezension: Fever 1. Im Bann des Vampirs (Karen Marie Moning)

Ullstein
Kartoniert, 384 Seiten
ISBN:
978-3548266015
7,95 €
Ein kurzer Einblick

Die junge Amerikanerin MacKayla Lane interessiert sich vor allem für Mode und Popsongs - bis eines Tages ihre Schwester Alina in Dublin brutal ermordet wird. MacKayla beschließt, selbst nach dem Mörder ihrer Schwester zu suchen. In Irland stellt sie erschrocken fest, dass sie Vampire sehen kann, die eine fatale erotische Anziehungskraft auf sie ausüben. Glücklicherweise trifft sie den Buchhändler Jericho Barrons, der sich mit Dämonen und Vampiren bestens auskennt. Während sie gemeinsam gegen das Böse kämpfen, funkt es gewaltig zwischen Mac und Jericho.

Bewertung

Liest man sich den Originaltitel des Romans durch, wird man erst einmal stutzig. Wieso hat der Ullstein-Verlag ein Buch, welches im Original "Darkfever" heißt, einen Titel gegeben, der das Wort "Vampir" enthält? 2008, als der Roman erschien, war die Vampirwelle schon über Deutschland geschwappt und der Verlag dachte wahrscheinlich, dass er gut darauf mit surfen könnte. Nun, mit Vampiren hat das Buch nicht wirklich etwas zu tun. Der Vampir, der darin vorkommt, ist noch nicht mal ein richtiger, wie man es aus anderen Romanen kennt. Trotzdem hat dieser Roman durchaus seinen Reiz. Hauptprotagonistin ist die junge MacKayla Lane, die wohl behütet in den Südstaaten von Amerika aufgewachsen ist. Schimpfwörter waren ihrer Mutter ein Gräuel, deswegen sagt sie statt: "Verpiss dich, oder ich tret dir in den Arsch!", "Frosch dich, oder ich trete dir in die Petunie". Macs Leben ändert sich schlagartig als sie sich nach Dublin begibt, um den Mörder ihrer Schwester zu finden. Schnell merkt sie, dass ihre Schwester in etwas hineingeraten ist und auch Mac findet sich in einer Welt wieder, die sie anfangs komplett verwirrt. Nach und nach findet Mac heraus, dass sie eine Sidhe-Seherin ist. Sie hat die Gabe Feenwesen (nicht Vampire!) zu sehen und kann sie in ihrer Tarnung von den normalen Menschen unterscheiden. Moning hat bei der Erschaffung dieser Feenwesen sehr tief in die obskure Kiste gegriffen. So hat sie zum Beispiel ein "Tod-durch-Sex-Feenwesen" erschaffen. Was sich jetzt seltsam anhören mag, passt aber genau zum Stil des Romans. Mac erzählt in der Ich-Form von sich selber und dies tut sie mit viel Witz und Ironie. Der Leser kann somit hautnah miterleben, wie aus der einstigen Südstaaten-Barbie eine Frau wird, die sich, mehr oder weniger, zu erwehren weiß.
Spannend wird es auch mir Jericho Barrons, dem die Buchhandlung gehört, in der MacKayla Unterschlupf findet. Barrons bietet ihr Hilfe an, aber auch er braucht Macs Hilfe für seine Zwecke. Da sie eine Sidhe-Seherin ist, kann sie das geheimnisvolle Sinsar Dubh spüren, ein Buch, welches Barrons unbedingt in seinen Besitz bringen will. Zwar funkt es zwischen Mac und Jericho nicht so gewaltig, wie es auf dem Klappentext beschrieben ist, aber da dies nur der erste Band einer Serie ist, darf sich der Leser noch auf weitere Details freuen.
Fazit

Karen Marie Monings Roman ist eine lustige und spannende Lektüre für zwischendurch. Sie lebt durch den Witz ihrer Hauptprotagonistin und durch die einfallsreichen Einfälle der Autoren. Die Welt, die Moning erschaffen hat, zieht einen in ihren Bann und sorgt dafür, dass der Leser nach mehr verlangt.

3,5 von 5 Punkten

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