Sonntag, 2. Dezember 2012

Rezension: Ein Sommernachtstraum (William Shakespeare)

Hamburger Lesehefte Verlag
69 Seiten
ISBN: 978-3-87291-126-1
1,30 €


Ein kurzer Einblick

Oberon, König der Elfen, möchte von seiner Ehefrau Titania den indischen Fürstensohn für sein Gefolge haben. Als diese sich weigert, tröpfelt er der Schlafenden einen Zaubertrank auf die Augen, so dass sie sich in einen Handwerker verliebt. Aber nicht nur auf Titanias Augen wird der Trank getröpfelt, auch zwei menschliche Paare sind von ihm betroffen, so dass einige Verwirrung entsteht…

Bewertung

Shakespeares „Ein Sommernachtstraum“ ist vor allem ein Stück über Liebe und Verwirrung, spielt neben der realen auch in einer fantastischen Welt und verbindet diese beiden. Zum einen handelt die Komödie von der unglücklichen Liebe zwischen Hermia und Lysander, die nicht gestattet wird, und die die beiden beinah dazu zwingt zusammen zu fliehen. Zum anderen ist auch Helena unglücklich verliebt, in Demetrius, der Hermia liebt. Dadurch, dass der Zaubertrank des Königs der Elfen den Falschen trifft, wird dieses Wirrwarr noch verwirrender und man kann als Leser miterleben, wie alles durcheinander gerät. Als Leser, der weiß, was passiert ist, fühlt man zum einem mit den Figuren, kann sich aber auch über das Verwechslungsspiel, das durch die Launen von Elfen verursacht wird, amüsieren und lernt dabei, dass Liebe nichts mit Vernunft zu tun hat.
Amüsieren kann man sich auch über das Verhalten der Elfenkönigin, die ebenfalls von dem Zaubertrank betroffen ist. Doch hier kann man auch miterleben, wie ein Streich Eifersucht weckt und zwei Personen wieder näher zusammenführt. Auf der anderen Seite steht dem die glückliche Liebe zwischen Theseus und Hippolyta gegenüber, die kurz vor der Heirat stehen. Alle Verwirrungen finden in nur einer wundersamen Nacht statt, in der auch Shakespears Wortwahl zum Träumen einlädt.
Für Unterhaltung sorgen aber auch die unbeholfenen Handwerker, die ein „Romeo und Julia“ ähnliches Stück für die Hochzeitsfeier vorbereiten und auch in das Verwirrspiel mit hineingezogen werden. Aber auch sonst lassen sich Ähnlichkeiten zu „Romeo und Julia“ finden.
Alles in Allem ein Stück, das auf keinen Fall seine Aktualität verloren hat und auf jeden Fall immer noch lesenswert ist, auch wenn man sich am Anfang erst einmal im Namen-Wirrwarr zu Recht finden muss!

4 von 5 Punkten

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