Mittwoch, 5. Dezember 2012

Rezension: Die Saga von Thale 4. Die Nebelelfen (Monika Felten)

Piper 
Gebunden, 432 Seiten 
ISBN: 9783492701518 
19,95 €
 
Ein kurzer Einblick

Mit ihrer preisgekrönten »Saga von Thale« wurde Monika Felten zur erfolgreichsten deutschen Fantasy-Autorin. Nun führt sie die Fans der Nebelelfen erneut nach Thale, in eine Zeit, lange bevor die Menschen das Land besiedelten. In einer Mine, in der das kostbare Sternenebulit abgebaut wird, öffnet sich ein Dimensionstor in eine andere Welt. Dort verwandelt der finstere Magier An-Rukhbar die Bergleute in übermächtige Krieger, mit deren Hilfe er die verhassten Nebelelfen endgültig vernichten will. Brinnah, Kurierreiterin der Nebelelfen, kommt dem schreck­lichen Geheimnis auf die Spur. Sie sieht nur einen Weg, die Katastrophe von ihrem Volk abzuwenden: Sie muss die Zwischenwelt überwinden und den Elfenkönig warnen. Doch in jenem Schattenreich lauern tödliche Gefahren – Thale scheint unrettbar verloren.

Bewertung

„Die Nebelelfen“ spielen, genau wie die Elfenfeuer-Romane, in der Welt Thale. Zeitlich gesehen spielt dieser Roman-Teil nicht nach den Elfenfeuer-Romanen, sondern hier erzählt Monika Felten die Vorgeschichte der Nebelelfen. Für alle Fans dieser Reihe ist das Buch ein wahres Schmuckstück. Endlich werden die letzten Geheimnisse, die in den Elfenfeuer-Büchern aufgeworfen wurden, rund um die Elfen und ihre Welt gelüftet. Es ist erstaunlich mit welcher Schlüssigkeit sich das Buch in die Reihe der anderen einfügt. Damit ist Monika Felten wirklich ein kleines Meisterwerk gelungen.
Am Anfang des Buches beginnt die Geschichte etwas zäh. Ein bis dahin unbekanntes Volk fällt den Machenschaften von Magiern zum Opfer. Wenn man sich aber erst einmal eingelesen hat, hat man Mühe das Buch aus der Hand zu legen. Schnell nimmt die Geschichte an Fahrt auf und erzählt den ersten schweren Kampf gegen die Schergen An-Rukhbars. Wie in keiner der Geschichten um Thale, fehlen auch hier die Riesenalpen nicht. Für mich sind sie die heimlichen Stars der Geschichten. Die Verbindung zwischen den Nebelelfen und den Riesenalpen schildert Felten sehr eindrucksvoll und voller Gefühl. Die guten Charaktere sind alle plastisch und mit Tiefe versehen. Sei es Brinnah, Ferwyned oder der junge König Gwiddan. Von allen kann der Leser die Handlungen und Gefühle gut nachvollziehen. Die bösen Charaktere wirken hingegen etwas platt. Über sie weiß man nicht viel, außer, dass sie durch ein Dimensionstor in die Welt der Nebelelfen geschickt worden sind, um das kostbare Sternenebulit zu holen. Leider bleiben sie ohne Tiefe und wirken das ganze Buch über eher blass. Auch trennt Felten die Charaktere in die altbekannten Kategorien „Gut und Böse“ auf, was keinen Spielraum für eventuelle Grauzonen in den einzelnen Charakteren lässt. Das macht das Buch zwar etwas eintönig, es wirkt sich aber nicht auf die Gesamtheit der Geschichte aus. Ein weiterer Pluspunkt des Buches ist das wunderschön glänzend gestaltete Cover. Der Piper-Verlag hat der ganzen Thale-Saga ein neues Bild gegeben und nun sind die Bücher nicht nur gut zu lesen, sondern sehen auch im Regal sehr schick aus. 
 
Fazit

Da dieses Buch, wie gesagt, vor den Elfenfeuer-Romanen spielt, kann man es getrost lesen, auch wenn man die anderen noch nicht gelesen hat. Den Leser erwartet eine Welt voller Magie, Freundschaft, Bosheit und eine aufregende Schlacht. Schlichte Fantasy, welche aber dennoch mitreißend geschrieben ist, was nicht zuletzt den Charakteren zu verdanken ist. 

4 von 5 Punkten

Wir danken dem Piper Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars

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