Mittwoch, 5. Dezember 2012

Rezension: Die Feuerreiter seiner Majestät 2. Drachenprinz (Naomi Novik)

Blanvalet 
Taschenbuch, 544 Seiten
ISBN: 978-3-442-24444-7
8,95 €


Ein kurzer Einblick

Kaum haben Captain Will Laurence und sein gewaltiger Drache Temeraire ihre erste Bewährungsprobe bestanden, da erscheint eine chinesische Delegation am britischen Königshof und fordert die Rückgabe Temeraires. Als Laurence sich weigert, muss er seinen geliebten Gefährten in den fernen Osten begleiten – ohne zu ahnen, was ihn und Temeraire am Ende ihrer langen, gefahrvollen Reise erwartet ...

Bewertung

Drachenprinz ist der zweite Band der Serie „Die Feuereiter Seiner Majestät“. Im ersten Band konnten die Leser verfolgen, wie aus Will Laurence, einem Kapitän zur See, ein Flieger oder besser gesagt ein Feuerreiter Ihrer Majestät wurde und wie er zusammen mit seinem Drachen Temeraire die erste erfolgreiche Schlacht gegen Napoleon führte.
Schon im ersten Band grübelten die Briten darüber nach, wie das Ei eines Himmelsdrachen auf das gekaperte französische Schiff gekommen ist. In zweiten Teil erscheint nun eine kaiserliche Delegation am britischen Hof und fordert Temeraire zurück. Für die Chinesen ist Temeraires Haltung ein Schlag ins Gesicht, denn in ihrem Land sind Himmelsdrachen nur den Kaisern vorbehalten und dort werden Drachen auch nicht eingesetzt, um in den Krieg zu ziehen.
Konnte man schon im ersten Teil die enge Bindung zwischen den Drachen und ihren Reitern bewundern, wird dieser Gedanke nun weiter gesponnen. Die Chinesen wollen Temeraire, aber nicht Laurence, und Temeraire will auf keinem Fall ohne Laurence. Um den Drachen überhaupt Richtung China bewegen zu können, wird Laurence erst einmal mitgeschickt. Die Reise verläuft natürlich nicht ohne diverse Zwischenfälle und die Chinesen versuchen ununterbrochen Temeraire seine Heimat schmackhaft zu machen.
Das Hauptaugenmerk dieses Romans liegt auf der Reise nach China und den dortigen Begebenheiten. Temeraire, sowie auch Will, müssen kämpfen, nicht nur um ihr Leben, sondern auch gegen alle Versuche sie auseinander zu bringen. Dafür braucht es jede Menge Vertrauen und Loyalität dem anderen gegenüber.
War Temeraire im ersten Band noch ein junger Drache, der das Leben erst kennenlernte, erscheint er diesmal reifer. Als er in China den anderen Drachen gegenübersteht, könnte man ihn sogar als Teenie bezeichnen, der auch mit der ersten Liebe konfrontiert wird. Auch Laurence entwickelt sich weiter. Hatte er im ersten Band noch Probleme sich an die Gepflogenheiten der Flieger zu gewöhnen, so kann man nun auf der Reise nach China, die auf einem Schiff erfolgt, die genauen Unterschiede zwischen den Matrosen und den Fliegern sehen. 
 
 Fazit
 
Novik vergrößert in diesem Band die Welt von Laurence und Temeraire und gibt dem Leser damit noch einen besseren Einblick. Schade an diesem Band ist nur, dass die anderen liebgewonnenen Drachen nicht weiter vorkommen und in England verbleiben. Ansonsten gibt es auch hier nicht viel zu meckern. Das Buch zieht den Leser in seinen Bann und er verfolgt mit Spannung die weiteren Abenteuer von Lawrence und Temeraire.

4 von 5 Punkten

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