Dienstag, 4. Dezember 2012

Rezension: Die Feuerreiter seiner Majestät 1. Drachenbrut (Naomi Novik)

Blanvalet
Taschenbuch, 480 Seiten
ISBN: 978-3442244430
8,95 € 

Ein kurzer Einblick 

Laurence kann noch nicht ahnen, wie sehr sich sein Leben bald schon ändern wird. Denn die Fregatte hat eine höchst kostbare Fracht an Bord: ein noch nicht voll ausgebrütetes Drachenei, dem schon bald eine jener sagenhaft mächtigen Flugkreaturen entschlüpfen wird. Will Laurence weiß um seine Pflicht: Er muss dem Drachen einen Namen geben und so der lebenslange menschliche Begleiter dieses Geschöpfes werden. Auch wenn das bedeutet, dass er die Planken seines geliebten Schiffes für immer verlassen und sich in die Lüfte erheben muss – als ein Feuerreiter Seiner Majestät …

Bewertung

Drachen sind mittlerweile ein ausgelutschtes Thema in der Fantasywelt. Auf eine wirkliche Neuerung in diesem Genre durfte man, nach Eragon, nicht mehr hoffen. Neu sind die Drachen bei Naomi Novik auch nicht, aber die Art, wie sie sie beschreibt und ihre Geschichte aufbaut, ist wirklich außergewöhnlich. Diese Geschichte spielt zur Zeit der Napoleonischen Kriege und dieser wird nicht nur mit Schiffen und auf dem Land ausgefochten, sondern auch in den Lüften. Drachen tragen ihre Reiter und eine ganze Crew während der Kämpfe in den Lüften und nicht nur die Crew schießt, sondern auch manche Drachen tragen außergewöhnliche Eigenschaften in sich. 
Die Geschichte, wie Will Laurence zu seinem Drachen gekommen ist, ist auch etwas außergewöhnlich. Eigentlich ist er ein Kapitän und treibt sich lieber auf dem Wasser als in der Luft rum. Nachdem er ein Drachenei kapert und es schlüpft bestimmt der Drache ihn zu seinem Reiter. Schweren Herzens verlässt Will die Marine, aber lange dauert der Kummer nicht an, denn Temeraire wächst ihm schneller als Herz als Will es geahnt hat. Und so lässt Laurence sein altes Leben hinter sich... 
Nicht nur Laurence wächst Temeraire ans Herz, sondern auch dem Leser. Temeraire ist der Traumdrache schlechthin. Naomi Novik beschreibt die Bindung zwische Laurence und Temeraire gekonnt. Der Leser ist gefesselt und man kann das Buch fast nicht mehr aus der Hand legen. Bildlich beschreibt sie die Trainingseinheiten der Drachen und die Schlachten. Einzig Laurence wirkt manchmal etwas steif, obwohl er ein sympathischer Charakter ist, verdreht man hier doch manchmal die Augen.

Fazit

Naomi Novik hat die Drachen in diesem Buch in einen realen historischen Hintergrund gebracht. Das allein macht schon den Reiz der Geschichte aus. Als Bonus gibt es viele interessante Charaktere unter den Menschen, wie auch unter den Drachen. Für Fantasy-Freunde ist dieses Buch sicherlich ein Höhepunkt.

4,5 von 5 Punkten

 


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