Dienstag, 18. Dezember 2012

Rezension: Die Fehde der Königinnen (Eva Maaser)

Piper
Kartoniert, 480 Seiten
ISBN: 9783492253444
8,95 €

 
Ein kurzer Einblick

Europa im Jahr 566: Königin Brunichild führt einen erbitterten Kampf mit ihrer Schwägerin Fredegunde. Seit Jahren tobt nun schon die Fehde zwischen den beiden Königinnen um Gebietsansprüche, Macht und Ansehen. Brunichild jedoch hat Wittiges, einen jungen Landadeligen, als Verbündeten und treuen Vasallen an ihrer Seite. Er hat sein Herz in der ersten Stunde an die Königin verloren, doch müssen sie ihre unstandesgemäße Beziehung verbergen ... Wie weit wird er in seiner Liebe für sie gehen? Ein lebendiger historischer Roman aus einer Zeit, um die sich bis heute viele Geheimnisse ranken.

Bewertung


Beim Lesen des Romans musste ich immer wieder auf den Titel und auf den Klappentext schielen. Darin steht, dass es um eine Fehde zwischen den Königinnen Brunichild und Fredegunde geht sowie, dass der junge Wittiges, ein Vasall Brunichild, treu ergeben ist und sie beide eine Liebschaft verbindet, die sie aber geheim halten müssen.
Komisch nur, dass es in weiten Teilen des Romans gar nicht darum geht. Hier verspricht der Klappentext mehr, als er halten kann. Das Buch ist in vier Kapitel aufgegliedert. In „Der Aufbruch“ geht es um die Brautwerbung, da Brunichild den Frankenkönig Sigibert heiraten soll. Hier findet auch die erste Begegnung von Wittiges und Brunichild statt, aber von einer großen und unstandesmäßigen Beziehung kann keine Rede sein. Eher geht es darum, die Hauptpersonen näher kennenzulernen und die erste Entwicklung mit ihnen gemeinsam zu erleben. So lernt Wittiges den Sklaven Alexander kennen und wird zum Stallmeister ernannt.
Im zweiten Kapitel „Die Hochzeit“ geht es nicht wirklich um die Hochzeit, sondern eher um den Weg, der Brunichild zur Hochzeit führt. Hier lauern einige Gefahren und man erfährt viel über die Verwandtschaft, in die Brunichild einheiraten soll.
Nach diesem Kapitel ist man auf Seite 207 angekommen und noch immer zeichnet sich keine Fehde unter Königinnen ab. Wie auch? Denn Brunichild ist erst auf den letzten Seiten zur Königin geworden.
Kapitel 3 trägt den schönen Namen „Die Schwestern“ und Kapitel 4 „Die Brüderkriege“. Hat man das Buch dann zu Ende gelesen, hat man eine schöne Geschichte um Wittiges und Brunichild serviert bekommen, aber nichts vom Klappentext hat sich großartig in der Geschichte wiederfinden können.
Und auch Fredegunde sucht man vergeblich, denn der Name der Frau ist im Roman Fredegund....ohne e!
Abgesehen vom Namen und vom Klappentext hat mir der Roman gut gefallen. Man kann sich gut in die Geschichte einlesen und die Charaktere werden so gut dargestellt, dass man sie ins Herz schließt. Das Ende war für mich ziemlich unbefriedigend, aber es gibt einen Nachfolgeband „Die Rache der Königinnen“. Hoffen wir für diesen Band, dass Titel und Klappentext mehr versprechen, als bei dem ersten.

Fazit

Abgesehen von dem Titel und dem Klappentext hat mir der Roman wirklich gut gefallen. Ich bin schnell in die Geschichte eingetaucht und wollte den Roman auch gar nicht recht aus der Hand legen. Die Hauptcharaktere waren mir sehr sympathisch und ich freue mich auf ein Wiedersehen in dem nachfolgenden Band

2 von 5 Punkten

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