Dienstag, 18. Dezember 2012

Rezension: Die drei Musketiere (Alexandre Dumas)

dtv
Taschenbuch, 752 Seiten
ISBN: 978-3-423-13766-9
9,95 €
 
Ein kurzer Einblick

Im Jahre 1625 verlässt der junge, aus verarmtem Landadel stammende D’Artagnan seine Heimat in der Gascogne und zieht nach Paris, um in den Dienst König Ludwigs XIII zu treten. In dessen Garde schließt er Freundschaft mit den drei unzertrennlichen Musketieren Athos, Porthos und Aramis. Gemeinsam bestehen sie im Kampf gegen den machthungrigen Kardinal Richelieu gefährliche Abenteuer. Als die Ehre der Königin durch eine infame Intrige des Kardinals und der teuflischen Lady Winter bedroht ist, stehen die Helden vor ihrer schwierigsten Aufgabe.

 
Bewertung

In dem Roman „Die drei Musketiere“ von Alexandre Dumas stehen ganz klar die Begriffe Loyalität und Freundschaft im Vordergrund. Der junge und naive d´Artagnan kommt nach Paris und dort den Musketieren des Königs beizutreten. Dort angekommen legt er sich erstmal mit drei Musketieren an und trifft diese zu einem Duell. Zu dem Duell kommt es nicht, denn die vier werden von der Garde des Kardinals gestört und als sich d´Artagnan auf die Seite der Musketiere stellt ist eine Freundschaft geschlossen, wie man sie nur selten in der Literatur findet. Gemeinsam bestehen Athos, Aramis, Porthos und d´Artagnan Abenteuer und Intrigen und sind immer füreinander da.
Man muss sich auch in diesen Klassiker erstmal einlesen. Hat man aber die ersten Seiten überwunden findet man sich in einer mitreißenden Abenteuergeschichte wieder, die weder staubig geschrieben ist, noch verschachtelte Sätze enthält. „Die drei Musketiere“ hinterlassen beim Leser einen guten Eindruck einer längst vergangenen Epoche. Dumas hat es auch geschafft, die Charaktere sehr gut dargestellt. So schließt der Leser d´Artagnan sofort ins Herz und hofft, dass er seine Liebe zu Frau Bonacioux erfüllen kann und man leidet mit Athos wegen seiner unglücklich ausgehenden Liebe. Auch wird es einem beim Lesen nicht langweilig. Die Ereignisse passieren Schlag auf Schlag, aber man hat trotzdem nicht das Gefühl, dass man durch die Geschichte gehetzt wird. Lustig sind auch die Diener der drei Musketiere. So hofft der von Aramis zum Beispiel, dass dieser wieder eine kirchliche Laufbahn einschlägt, damit er einem Mann Gottes dienen kann. So freundschaftlich wie die Musketiere untereinander ergeben sind, so loyal sind auch die Diener zu ihren Herren.
Interessant sind die Unterschiede zu den Verfilmungen. So denkt man als Musketierfilm-Kenner, dass einen das Buch nicht mehr groß von der Geschichte her überraschen kann, so wird man eines besseren belehrt. Wer zum Beispiel die Disney-Verfilmung kennt, wird sich wundern, wie anders die Geschichte im Roman doch ist. Wer zum Beispiel die Musketier-Reihe um Michael York kennt, wird sich freuen so lustige Szenen wie das Frühstück auf der Burg wiederzufinden. Sowieso liegt die Verfilmung mit Michael York nahe an der Romanfassung.
 
Fazit

„Die drei Musketiere“ ist ein Klassiker, den man einfach gut lesen kann und den es auch Spaß macht zu lesen! Schillernde Charaktere, ein interessantes und fesselndes Epochenbild und ein Schreibstil, in den man sich nach ein paar Seiten hineingefunden hat, machen das Buch einfach zu einem Lesevergnügen.

5 von 5 Punkten

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