Sonntag, 16. Dezember 2012

Rezension: Der Kuss des Jägers (Sarah Lukas)

Piper
Gebunden, 384 Seiten
ISBN: 9783492702256
19,95 €


Ein kurzer Einblick

Für ihre Liebe haben Rafael und Sophie alles riskiert. Sie waren in der Hölle – und haben überlebt. Nun steht ihrer gemeinsamen Zukunft nichts mehr im Weg. Oder doch? Kann Sophie einen Engel lieben? Und Rafael einen Menschen? Was ist mit Jean, dem jungen Mann, der seine Freiheit aufs Spiel gesetzt hatte, um dem Paar bei seinem Kampf gegen den Dämon zu helfen? Er sitzt im Gefängnis, und einzig Rafael könnte ihn daraus befreien. Doch dann müsste Jean ein Leben auf der Flucht führen und Paris – und Sophie – verlassen. Denn Jean hat sich bereits bei der ersten Begegnung in die junge Frau verliebt. Bald muss Sophie eine folgenschwere Entscheidung treffen …

Bewertung

„Der Kuss des Jägers“ ist die Fortsetzung des Romans „Der Kuss des Engels“. Wir hatten ihn schon für euch rezensiert und in diesem Roman hatten wir miterlebt, wie Sophie in dem gefallenen Engel Gadreel ihren verstorbenen Verlobten wiedergefunden hatte. Nach einem Kampf mit dem gefallenen Engel Kafziel ist aus Gadreel wieder der Engel Rafael geworden. Sophie wurde dabei schwer verletzt und ist im Krankenhaus. Der Dämonenjäger Jean Méric, der Sophie zur Seite gestanden hat, wurde wegen Mordverdachts festgenommen.
Diese Fortsetzung beginnt damit, dass Sophie im Krankenhaus ist. Überglücklich, dass Rafael nun kein gefallener Engel mehr ist, erholt sie sich von ihren Verletzungen. Wehmütig wird sie, wenn sie an Jean denkt, der wegen ihr nun im Gefängnis sitzt. Der gut geschilderte Anfang des Romans lässt einen wieder schnell in die Geschichte hineinfinden. Sofort fiebert man wieder mit Sophie mit und wartet gespannt, ob sie sich nun für Rafael entscheidet oder für Jean. Schnell merkt man auch, dass Sophie immer noch der Illusion erliegt, dass sie mit Rafael eine Zukunft haben kann. Mein persönlicher Favorit ist ja eher Jean, da ich mit Rafael schon im ersten Band nicht warm geworden bin.
Die Bedrohung durch Kafziel ist auch noch nicht abgewendet und erneut versucht er Sophie hereinzulegen und sie für seine Machenschaften zu missbrauchen. Hier stört erneut etwas Sophies Naivität. Blauäugig stolpert sie in manche Gefahren und scheint dabei nicht richtig nachzudenken. Das legt sich aber ab der Mitte des Buches und Sophie entwickelt sich weiter.
Bald wird klar, dass Kafziel Dämonen freilassen will und eine Person sucht, die Sophies Opfer ersetzen kann. Ein spannender Wettlauf beginnt, indem Sophie aktiv in die Nachforschungen einsteigt und Jean eine schwere Entscheidung treffen muss.
Besonders schön hat Sarah Lukas wieder die Gefühle und Ansichten der einzelnen Protagonisten zum Ausdruck gebracht. Beim Lesen hat man immer wieder das Gefühl, die Personen schon sehr gut zu kennen. Angenehm ist es auch, dass Sarah Lukas sich nicht in der Beschreibung von Paris verliert. Zwar beschreibt sie es sehr gut und detailliert, trotzdem ist noch genug Platz für eigene Vorstellungen. Zudem bekommt man Lust nach Paris zu reisen und die Orte, an denen Sophie sich aufhält, selbst zu erkunden.
Insgesamt ist der Roman eine gute Mischung aus Elementen der Phantastik und Sachhintergründen der Bibel. So nimmt man etwa zur Dämonenbekämpfung die klassischen Gegenstände wie Weihwasser und Kruzifix.

Fazit

Sarah Lukas hat mit dem Nachfolgeband „Der Kuss des Jägers“ eine gelungene Fortsetzung geschrieben. Man ist fast sofort wieder in der Geschichte drin und liest jede Seite mit Spannung. Das Ende ist offen und lässt den Leser mit Spannung auf den dritten Band zurück.

4 von 5 Punkten

Wir danken dem Piper Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars

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