Sonntag, 2. Dezember 2012

Rezension: Der kleine Prinz (Antoine de Saint-Exupéry)

Karl Rauch Verlag
Taschenbuch, 123 Seiten
ISBN: 978-3-7920-0050-2
5,90 €


Ein kurzer Einblick

Eines Nachts, als der in der Wüste gelandete Erzähler versucht, sein Flugzeug zu reparieren, begegnet er dem kleinen Prinzen. Dieser erzählt ihm von seinem Planeten, von seiner Suche nach Freunden auf anderen Planeten und seinen Erfahrungen auf der Erde. Dabei hat der kleine Prinz eigentlich schon längst einen Freund gefunden…

Bewertung

Antoine de Saint-Exupérys „Der kleine Prinz“ ist ein wirklicher Klassiker der Weltliteratur. Nicht nur die verkauften Ausgaben und die Anzahl der Übersetzungen sprechen dabei für sich, sondern auch, dass jeder das Buch zumindest zu kennen scheint, wenn er es auch nicht gelesen hat. „Der kleine Prinz“ ist wie ein Märchen aus unserer heutigen Zeit, dass auf Grund seines leichtverständlichen Inhalts zunächst eher für Kinder geeignet scheint, an dem sich aber auch Erwachsene erfreuen können. Denn auch wenn der Inhalt auf Anhieb verständlich scheint, steckt doch so viel Tiefe in ihm, dass man noch monatelang darüber nachdenken kann. Die von dem Autor selbst illustrierten Zeichnungen runden zudem die wunderbare Geschichte ideal ab.
Die Suche des kleinen Prinzen zeigt dabei nicht nur die Wichtigkeit von Freundschaft auf, sondern lässt den Leser auch miterleben, wie ein naives Kerlchen die Welt sieht und sich über so einige Dinge, die dort passieren, wundert. Der kleine Prinz ist ein freundlicher und offener Charakter, der nicht durch Hast, Streben nach mehr und Misstrauen geprägt ist. Vielmehr geht der seinen Pflichten nach, ohne zu meckern, und würde nie aufhören, sich um seine Rose zu kümmern, da er es ihr versprochen hat. Er kennt nur Mitmenschlichkeit und keinen Egoismus. Dabei weist der bekannt gewordene Satz des Fuchses genau auf das wesentliche hin: „Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.“ Und genau nach diesem Grundsatz verhält sich der kleine Prinz.
Beim Lesen kann man miterleben, wie ein Kind von einem anderen Planeten seine Umgebung entdeckt. So wundert sich der kleine Prinz nicht nur über den König, den Eitlen, den Säufer, den Geschäftsmann, den Laternenanzünder und den Geographen sowie deren Sinn des Lebens, sondern auch darüber, wie mit den Tieren umgegangen wird. Die gesamte Geschichte durchzieht dabei die Tatsache, dass für Kinder das Verhalten von Erwachsenen nicht nachvollziehbar ist, sie sich dieses aber trotzdem irgendwann aneignen. Doch scheinen die lebhaften bunten Illustrationen, die zum Teil zur Darstellung des Inhalts dienen, zumindest eine kleine Rebellion dagegen zu sein.

Fazit

„Der kleine Prinz“ ist zu Recht nicht nur für Kinder, sondern auch für Erwachsene, ein Klassiker der Weltliteratur. Dieses Buch hat so viel Tiefe, dass man noch lange nachdem man es zu Ende gelesen hat, darüber nachdenken kann. Zudem lernt man hier einiges über Menschlichkeit und Freundschaft und das, was das wichtigste im Leben sein sollte.

5 von 5 Punkten

1 Kommentar:

  1. Habe das Buch erst vor kurzer Zeit gelesen und war echt begeistert, es hatte einfach etwas faszinierendes, poetisches und man kann soviel hineininterpretieren, und das Ende hat mich gerade etwas traurig gemacht,

    Liebe Grüße :)
    www.lydiaskleinebuecherwelt.blogspot.de

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