Dienstag, 18. Dezember 2012

Rezension: Das Tagebuch des Satans (Nicholas D. Satan)

Eichborn 
2 CDs, ca. 145 Minuten 
ISBN: 9783821863061 
16,95 €
 
 
Ein kurzer Einblick

Am Anfang stand ein kleiner Sündenfall: Weil der große Boss es partout nicht ertragen konnte, wenn einer seiner Untergebenen nicht kuschte, wird der Teufel aus dem Reich des Schöpfers hochkant rausgeworfen. Zu stolz, um Gnade zu bitten, erschafft Satan die Unterwelt und sinnt mit inzwischen arbeitslosen Überläufern auf Rache. Der Plan: die Weltherrschaft. In seinem jetzt gefundenen und erstmals transkribierten Tagebuch erfahren wir in allen Details, mit welcher Perfidie er sich ans Werk machte: wie Satan sich die großen Plagen patentieren ließ und wann er seine Fassung der zehn Gebote entwickelte. Wie er vom Projekt »Jesus« erfahren hat und trotzdem zu spät bei Maria war. Warum J. zwar naiv, aber leider nicht bestechlich war. Im Gegensatz zu Pontius Pilatus und Barabas. Doch das war erst der Beginn seiner allumfassenden Herrschaft, die – glaubt man seinem Tagebuch – bis heute andauert …

Bewertung

Ein teuflisches Vergnügen ist dieses Hörbuch alle mal. Mit viel Ironie und schwarzem Humor kann der Leser mithören wie Nicholas D. Satan gegen Gottes Schöpfung intrigiert und dabei versucht die Weltherrschaft zu übernehmen. Aber nicht nur das Hörbuch ist ein Vergnügen, sondern auch das dabei liegende Heft in der CD-Hülle. Eingeleitet wird alles mit einem Pakt zwischen dem Hörer und Satan, den man am besten unterschreibt und mit einem Blutstropfen besiegelt. Weiter geht es mit einer Einführung von M.J. Weeks, der die Tagebücher des Teufels transkribiert hat und auch einen Pakt mit ihm eingegangen ist. Auf der nächsten Seite findet man ein paar persönliche Daten über ihn selbst und seinem Angestelltenstab. Darunter tummeln sich namenhafte Gestalten wie Lillith, Beelzebub und Moloch. Unter weitere Kontakte findet man noch Personen wie D. Cheney, O. bin L. oder V. Putin. Genauso schwarz wie im Begleitheft geht es auch beim Hörbuch zur Sache. Nachdem Satan von Gott gefeuert wurde probiert er immer wieder gegen den CIO, wie er Gott nennt, anzugehen. Nach der Schöpfung nimmt er auch gerne den ein oder anderen Menschen unter Vertrag, wird von denen aber auch manchmal enttäuscht, da nicht alle nach seiner Pfeife tanzen. Hier setzt leider eine Schwachstelle des Hörbuchs ein. Wer ein gutes Allgemeinwissen besitzt, wird mit den Personen, die Satan in seinen Tagebüchern erwähnt was anfangen können. Zwar werden zwischendurch Anmerkungen von M.J. Weeks eingestreut, aber längst nicht bei allen Sachen. 
 
Fazit
 
Am Ende des Hörspiels wirkt alles ein bisschem Amerika belastet, man merkt wie der Fokus auf dieses Land schwenkt. Sonst kann man bei diesem Hörbuch nicht groß meckern. Die Sprecher passen gut zu ihren Rollen und vor jedem Kapitel gibt es nochmal eine Unterteilung. Für Menschen mit schwarzem Humor, die nicht immer alles bierernst nehmen, ist das Hörbuch sehr empfehlenswert.

4 von 5 Punkten

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