Donnerstag, 20. Dezember 2012

Rezension: Das letzte Einhorn (Peter S. Beagle)

Panini Comics
SC mit Faltcover, 164 Seiten
ISBN: 978-3862010660
16,95 €

Ein kurzer Einblick

Die Einhorndame lebt friedlich in ihrem magischen Wald, bis sie zufällig erfährt, dass sie die letzte ihrer Art sein könnte. Ein Schmetterling berichtet davon, dass ihre Artgenossen vom Roten Stier vertrieben wurden. Zögernd bricht sie auf, um dem Geheimnis auf die Spur zu kommen. Auf ihrer Reise wird sie bald begleitet von dem völlig untalentierten Zauberer Schmendrick und der Räuberbraut Molly Grue. Gemeinsam erleben sie Abenteuer, wie sie märchenhafter kaum sein können!

Bewertung

Der Film „Das letzte Einhorn“ kennt wohl so gut wie jeder. Jedes Mal, wenn er im Fernsehen kommt, sitze ich in eine Decke eingewickelt davor und schaue ihn mir noch einmal an. Auf die Graphic Novel war ich deswegen besonders gespannt.
Beim Lesen fällt erst einmal auf, dass sich die Geschichte doch sehr vom Film unterscheidet. Ob sich die Graphic Novel sehr am Buch orientiert, kann ich leider nicht sagen. Zwar habe ich das Buch gelesen, aber es ist schon zu lange her.
Beeindruckt war ich aber von der zeichnerischen Umsetzung. Natürlich ist es ein anderer Zeichenstil wie beim Film, aber auch der Stil in der Graphic Novel überzeugt. Liebevoll und detailreich sind die Seiten gezeichnet und das Einhorn erstrahlt auf jeder Seite in einem besonderen Glanz.
Etwas enttäuscht bin ich vom Cover der Novel. Das Einhorn darauf hat eine sehr komische Kopfform und die Nüstern wirken etwas platt. Zudem ist es sehr dunkel gehalten und strahlt nicht so wie im Innenteil. Kein Coverbild, was dem Käufer zum Kaufen anregt. Da ist es wirklich gut, dass eine bekannte Geschichte als Graphic Novel verlegt wurde, bei der allein schon der Name zum Kaufen anregt.
Wie schon erwähnt, unterscheidet sich die Geschichte der Novel vom Film. Viele Sachen kennt man aus dem Film und die wichtigen und eindrucksvollen Szenen findet man auch hier wieder. Man erfährt aber noch mehr, so gibt es zum Beispiel am Fuß des Schlosses von König Haggard ein Dorf. Dort erfährt der Leser, wieso das Schloss von König Haggard so schief ist, und dass es eine Prophezeiung gibt. Auch das Ende ist ein kleines bisschen anders als im Film, aber zu viel will ich hier natürlich nicht verraten.
Die Dialoge passen alle zu den Bildern und die Novel lässt sich gut in einem Rutsch durchlesen. Manchmal bleibt man beim Lesen auch länger auf einer Seite stehen, da einen die Bilder verzaubern.
Im Anhang der Graphic Novel findet man noch einige Art Works von verschiedenen Zeichnern. Auch hier geht es erneut nach Geschmack. So gefallen mir einige mehr, als andere.

Fazit

Fans des Film und des Buches werden die Graphic Novel lieben. Eine alte Geschichte in neuen Bildern erzählt, die aber nicht weniger magisch sind als der Film. Schade nur, dass das Cover nicht so gelungen ist wie der Rest der Graphic Novel.

3,5 von 5 Punkten

Wir danken dem Panini Verlag für das bereitgestellte Rezensionsexemplar.

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