Sonntag, 9. Dezember 2012

Rezension: Das Fest der Elfen (Carsten Polzin (Hrsg.))

Piper
Taschenbuch, 208 Seiten
ISBN: 9783492267069
7,00 €

Ein kurzer Einblick

In vereisten Tälern, dunklen Nächten und winterlichen Reichen verbergen sich magische Geheimnisse – hier begehen Elfen, Dämonen und Zauberer ihre höchsten Feste, und Helden finden in verschneiten Welten ihr Schicksal. Die beliebtesten phantastischen Autoren widmen sich mit Originalerzählungen den nachdenklichen, turbulenten und ungewöhnlichen Seiten der Weihnachtszeit. Mit Julia Conrad, Tobias O. Meißner, Markolf Hoffmann, Jeff Carlson, Thomas Plischke und vielen anderen ist »Das Fest der Elfen« ein Muss für alle Fantasy-Fans. Abgerundet wird der Band durch zwei weihnachtliche Klassiker von Jack McDevitt und John Christopher.

Bewertung

Nach „Das Fest der Vampire“, der desaströsen Vorgängeranthologie, ist diese Anthologie glücklicherweise ein Lichtblick und liefert eine sehr solide Sammlung an Kurzgeschichten ab. Sicherlich ist dies auch dem Thema verschuldet, denn (Weihnachts-)Elfen sind dem Fest einfach näher verwurzelt als andere Völker.
Besinnliche Weihnachtsgeschichten sucht man jedoch vergeblich. Aber das muss auch nicht sein. Gute Geschichten mit besagtem Thema reichen doch vollkommen aus. Diese sind oftmals nur im Dunstkreis von Weihnachten angesiedelt, was das Lesevergnügen jedoch nur geringfügig schmälert, können doch fast alle Geschichten zumindest überzeugen – und oft mehr als das.
Mögen die Elfen zwar im Mittelpunkt des allgemeinen Interesses stehen, wartet nicht jede Geschichte mit eben diesen auf, was zwar ein wenig verwundert, doch das Groß des Geschichtenfundus kann diese sehr wohl anbieten. Und das mit sehr abwechslungsreichen Geschichten. An Ideen krankt „Das Fest der Elfen“ nicht. Neben den klassischen Weihnachtselfen gibt es dann natürlich auch die klassischen Elfen aus der Fantasy, aber auch Halbblüter.
Dass auch diese Anthologie erneut nur Piper-Autoren enthält und damit reine Unterhaltungswerbung für den Verlag ist, darüber kann man hinwegsehen, denn die Geschichten machen wirklich Spaß und bieten ein paar gemütliche Stunden vorm Kamin.

Als drei herausragende Geschichten können Mike Shultz' „Der Elf, der Weihnachten stahl“, John Christophers „Weihnachtsrosen“, ein Klassiker, und Richard Schwartz' „Soltaine“ genannt werden.

Fazit

Weihnachtsanthologien sind rar gesät, umso schöner ist es, dass der Piper-Verlag es drei Jahre lang geschafft hat, eine Weihnachtsanthologie zu veröffentlichen. Wer besinnliche Geschichten zum Fest sucht, wird enttäuscht werden, wer Fantasy-Geschichten im Umfeld von Weihnachten sucht, langt hier genau richtig zu.

3,5 von 5 Punkten

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