Dienstag, 18. Dezember 2012

Rezension: Das Buch der Lügen (Brad Meltzer)

rororo 
Taschenbuch, 448 Seiten
ISBN: 978-3-499-25269-3
9,95 €

 
Ein kurzer Einblick

Der erste Mord der Menschheitsgeschichte: Kain tötet Abel. Über die Tatwaffe schweigt die Bibel. 1932 wird Mitchell Siegel mit drei Schüssen getötet. Sein Sohn träumt von einem unverwundbaren Helden, als Erwachsener wird er Superman erfinden. Der Mordfall bleibt ungelöst.
Bis 70 Jahre später Cal Harper auf einen mit ­derselben Waffe verletzten Mann stößt. Doch bevor Cal Fragen ­stellen kann, werden beide von einem Fremden attackiert. Er trägt ein Zeichen: das Mal des Bruder­mörders Kain … Eine phantastische Rätseljagd mit Superhelden und Superschurken, die an den Beginn aller Zeiten führt.

Bewertung

Manchmal verspricht der Klappentext mehr, als das Buch zu halten vermag. Und leider war das auch bei diesem Exemplar der Fall. Hat man Anfangs noch die Ahnung von einer rasanten Geschichte, verläuft sie bald im Sande und die einzelnen Situationen, in die die Protagonisten stolpern, plätschern nur vor sich hin. Aber um was geht es in der Geschichte eigentlich? Der Hauptplot ist die Suche nach dem Buch der Lügen. Drumherum finden wir Vater-Sohn-Beziehungen vor. Cal Harper, der seinen Vater blutend auf der Straße wiederfindet, der seine Mutter vor zig Jahren in einem Streit getötet hat und daraufhin ins Gefängnis und für Cal auf nimmer wiedersehen verschwand. Jerry Siegel, der Erfinder des Supermans und sein Vater, Mitchell Siegel, der getötet wurde. Die Vater-Sohn-Geschichten ziehen sich wie Spinnweben durch den Roman wieder werden alte Geschichten aus der Vergangenheit aufgewärmt und das ganze Buch ist von dem Thema Schuld durchzogen. Ein Lichtblick in diesem Buch ist die Polizistin Naomi, die durch ihre Kaltschnäuzigkeit besticht und durch und durch eine toughe Frau ist. Der Part des Bösen wird in diese Buch einem Mann namens Ellis übertragen, der auch auf der Suche nach dem Buch ist und ebenso wie alle eine tragische Vater-Sohn-Geschichte mit sich herum trägt. Meltzer beschreibt Ellis so gut, dass auch der Leser eine Antipathie gegen ihn entwickelt. Leider geschieht dies auch immer mehr bei Cal Harper, der doch eigentlich der "Gute" in dem Buch sein sollte. Noch ein kleines Highlight war die Bildergeschichte, die visuell für den Leser im Buch dargestellt wurde. So kam man doch auf den leichten Geschmack einer Rätseljagd. 
 
Fazit
 
Alles zusammengefasst, kann man über dieses Buch sagen, dass die Geschichte Potenzial hat, aber noch ausbaufähig ist. Die Charaktere, bis auf wenige, sind zu blass und einfach zu nervig dargestellt worden, als dass man mit ihnen mitleiden könnte. Deswegen bekommt das Buch auch nur 1,5 lieb-gemeinte Punkte!

1,5 von 5 Punkten

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