Mittwoch, 12. Dezember 2012

Rezension: Alterra 3. Der Krieg der Kinder (Maxime Chattam)

PAN
Hardcover, 432 Seiten
ISBN 978-3-426-28307-3
16,99 €


Ein kurzer Einblick

EINE MÄCHTIGE KÖNIGIN.
EINE GEHEIMNISVOLLE KARTE.
DER WETTLAUF GEGEN DIE ZEIT BEGINNT!

Seit ein grauenvoller Orkan die Welt in eine andere verwandelt hat, sind Matt, Ambre und Tobias auf der Flucht vor der unbarmherzigen Königin Malronce und ihrer Armee. Die Soldaten haben nur ein Ziel: die geheimnisvolle Karte, die Ambre auf ihrem Körper trägt, in ihre Gewalt zu bringen. Wird es der Gemeinschaft der Drei gelingen, sie rechtzeitig zu entschlüsseln, um die Menschheit vor dem Untergang zu bewahren?

Bewertung

Der Torvaderon hat Tobias geschluckt, Malronce mobilisiert ihre Truppen, um die Pans zu vernichten, und Matt und Ambre machen sich auf den Weg nach Eden, um die größte Pan-Gemeinschaft vor der drohenden Gefahr zu warnen. Nahtlos schließt sich „Der Krieg der Kinder“ an den Vorgängerband an. Es hat sich wenig geändert und doch gleichzeitig sehr viel. Die Natur und die in ihr lebenden Kreaturen sind noch immer bedrohlich und oftmals eine tödliche Gefahr für Reisende, der Torvaderon sucht noch immer nach Matt und Malronce setzt noch immer alles daran den Großen Plan durchzuführen.
Doch die Lage spitzt sich zusehends zu. Die Pans sind Kinder, keine Krieger. Die Zyniks sind Erwachsene, stärker und gnadenloser. Und vor allem: Die Zyniks sind den Pans zahlenmäßig überlegen. In einer Welt, die selten freundlich gesinnt ist, ist es an den Pans einen Plan auszutüfteln, wie sie gegen die Zyniks den Sieg davontragen können. Alle wissen, ein leichtes Unterfangen steht ihnen nicht bevor …
In diesen Kriegsvorbereitungen ist es an Matt, Ambre und einigen Freunden die Karte, die Ambre auf ihrem Körper trägt, zu entschlüsseln und den Kriegsverlauf womöglich neu zu gestalten. Niemand weiß, ob diese Karte sie zu einer Superwaffe führen wird oder ob der Krieg schon jetzt für die Zyniks entschieden ist. So oder so werden viele Pans ihr Leben verlieren.
Ambre, Matt – und auch Tobias, gefangen im Wesen des Torvaderons – sind Freunde, die sich unmöglichen Gefahren gegenüber stellen, um das Leben der anderen zu retten – und ihr eigenes Leben opfern würden. Das ist echte Freundschaft, das ist echter Zusammenhalt. Wieder einmal beweist Maxime Chattam, das seine Figuren alles andere als eindimensional sind; das trifft nicht nur auf die Hauptcharaktere zu, sondern auch auf viele Nebenfiguren, denen Chattam exzellent Farbe verleiht. Mit seinem klaren Stil, der auf Abschweifungen und sonstige Schnörkel verzichtet, liegt ein flüssig zu lesendes, knackiges Abenteuer vor, das plastische Gestalt in den Köpfen der Leser annimmt. Überraschende Wendungen, die vielleicht nicht den Handlungsverlauf dramatisch ändern, aber einzelnen Ereignissen eine neue Richtung geben, lockern das Abenteuer auf.
Die Welt der Pans ist lebensfeindlich, selbst Disneyworld steht nicht mehr für jede Menge Spaß, sondern für die Finsternis der Welt nach dem alles verändernden Sturm. Zimperlich ist Maxime Chattam noch nie mit seinen Figuren umgegangen. Es wäre auch verlogen, wenn das Leben der Pans ein drolliges Abenteuer zwischen finsteren Gestalten wäre! „Der Krieg der Kinder“ steigert die Grausamkeit noch einmal und führt mehr als einmal vor Augen wie mörderisch und abartig Kriege doch sind. Für ein Jugendbuch nimmt die gewalttätige Ader schon bedenkliche Ausnahme an, sodass eine Empfehlung ab 14 Jahren nicht verkehrt wäre. Natürlich erzählt Maxime Chattam nicht genüsslich von Schwertklingen und Morgensternen verletzten Leibern, aber umgehen tut er die blutigen Tatsachen auch nicht. Eines dürfen wir natürlich nicht vergessen: Der Krieg setzt schon ein gewisses Maß an Gewalt voraus.

Fazit

Die Geheimnisse um den Torvaderon, Malronce, Matt und Ambre fügen sich in einem packenden Finale zusammen. In einer letzten Schlacht um das Überleben der Pans, geben die Kinder alles bis zur Verausgabung – doch noch immer stehen die Zyniks als zahlenmäßig überlegener Gegner dar. Das Finale „Der Krieg der Kinder“ bietet alles auf, was Alterra zu bieten hat – und ist damit ein würdiger Abschluss einer grandiosen Trilogie!

4 von 5 Punkten

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen