Freitag, 14. Dezember 2012

Rezension: Alterra 2. Im Reich der Königin (Maxime Chattam)

PAN
Hardcover, 400 Seiten
ISBN-13: 978-3-426-28306-6
16,99 €

Ein kurzer Einblick

BIST DU BEREIT FÜR DAS ABENTEUER DEINES LEBENS?
Eine unbekannte Macht hat die Welt über Nacht in eine andere verwandelt – in einen Ort voller Gefahren und Abenteuer, in der Jugendliche jeden Tag ihren Mut beweisen müssen. Auf der Flucht vor einem unheimlichen Schattenwesen verschlägt es die drei besten Freunde Matt, Ambre und Tobias in den Blinden Wald, wo riesige Pflanzenwesen auf sie lauern, an Bord eines Luftschiffes und schließlich in das Reich der schrecklichen Königin Malronce, die ein ganz besonderes Interesse an Matt zu haben scheint … 
Ist die Gemeinschaft der Drei stark genug, um dieses Abenteuer zu überstehen?

Bewertung

Das Abenteuer um die Gemeinschaft der Drei geht weiter. Wir erinnern uns: Matt, Ambre und Tobias haben die Carmichael-Insel verlassen. Sie sind auf dem Weg nach Süden. Einerseits, um dem Torvaderon zu entfliehen, der mit aller Macht nach Matt sucht, andererseits, um Antworten auf ihre Fragen im Reich der Königin Malronce zu bekommen.
Alterra ist eine Welt der Kinder, die sich nicht grundlos Pans nennen, fühlen sie sich doch dem Peter Pan verbunden. Die verschwunden geglaubten Erwachsenen haben sich entweder in Mampfer verwandelt, tumbe zombieartige Wesen, oder in Zyniks, die ihr komplettes Gedächtnis verloren und sich der Königin Malronce angeschlossen haben, die ihnen Glauben macht, die Kinder seien an allem Übel schuld. Doch nicht nur die Erwachsenen sind den Kindern feindlich gesonnen, auch Flora und Fauna haben sich auf erhebliche Weise verändert. Leser des ersten Bandes durften schon einige der Mutationen bestaunen und fürchten. Mit der Alteration wurde den Pans aber auch eine Möglichkeit gegeben, sich in der zum Teil unwirtlichen Welt Alterras zu behaupten.
Und so begibt sich die Gemeinschaft der Drei abermals auf eine Reise durch eine phantastische und lebensgefährliche Umwelt voller Gefahren, aber auch Wunder.
Maxime Chattam hat es natürlich nicht bei seinen Ideen aus „Die Gemeinschaft der Drei“ bewenden lassen, sondern neue kreative Einfälle mit in Matts, Ambres und Tobias' Abenteuer einfließen lassen. Gemeinsam müssen sie u.a. den Blinden Wald, ein riesenhaftes Gebirge, bestehend aus Mutantenbäumen, durchqueren, das von den dort lebenden Pans, den Chloropanphyllikern, auch das Trockene Meer genannt wird; Die Namen kommen nicht von ungefähr. Doch auch im Reich der Königin erwarten sie kleine Wunder: z.B. die fliegende Qualle des Unschuldstrinkers, ein Luftschiff der tierischen Sorte. Doch so gut und einfallsreich manche Ideen sein mögen, können sie ab und an nicht über ihre Geradlinigkeit hinwegtäuschen, damit die Geschichte spannend vorangetrieben werden kann. Ideen sollten Alterra bereichern, aber nicht vorrangig der Handlung dienen.
Ein weiterer wunder Punkt ist abermals die Ökobotschaft an den Menschen, die Welt nicht zu sehr auszubeuten, die Seele der Erde nicht zu sehr zum Angriff gegen den Menschen zu reizen. Zwar fällt das Augenmerk hier zwar immer wieder drauf, doch können die Fantasyelemente dies glücklicherweise kaschieren, sodass „Alterra“ nicht zum Ökoroman verkommt, sondern ein sehr lesbarer Fantasyroman ist und bleibt.
Das Große Thema des Erwachsenwerdens täuscht zusätzlich über den zu deutlichen Ökohinweis hinweg. Werden alle Pans automatisch mit dem Altern zu Zyniks? Das ist ihre große Angst und jede Pan-Gemeinschaft geht mit diesem Thema anders um. Wie ein roter Faden durchzieht diese Frage den Roman und beschäftigt auch Matt, Ambre und Tobias; denn ein Zynik, zu einem dieser schrecklich grausamen Erwachsenen werden, will keiner der Pans.
Doch diese Frage hat die Gemeinschaft der Drei nicht ins Reich der Königin geführt, wo sie überraschende und wichtige Informationen über sich und die Zyniks erfahren. Die ganz große Wahrheit erfahren wir aber wohl erst im dritten Teil der Alterra-Trilogie, der im Herbst 2011 im PAN Verlag erscheinen wird.

Fazit

„Im Reich der Königin“ setzt die Alterra-Trilogie fort, vertieft Themen, die zuvor nur vage angesprochen wurden, weitet Themen aus, die noch nicht genug Beachtung hatten und ist und bleibt trotz der Ökobotschaften ein reinrassiger Fantasyroman für Jugendliche, der aber auch Erwachsenen zu empfehlen ist.

3,5 von 5 Punkten

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen