Mittwoch, 5. Dezember 2012

Rezension: Alphawolf (Sandra Henke)

Ubooks  
Taschenbuch, 288 Seiten 
ISBN: 978-3-86608-126-0 
12,95 €

Ein kurzer Einblick
 
Als eine Horde Wölfe das Labor eines Krankenhauses verwüsten, werden die Halbindianerin Tala und ihr Kollege Walter von Wild Protection gerufen, um die Tiere zurück in die Wildnis Alaskas zu bringen. Doch Tala ist sich nicht sicher, ob es sich tatsächlich nur um Wölfe handelt, denn das Verhalten der Tiere ist mehr als merkwürdig.
Tala gerät in den Sog der Ereignisse und wird vom unheimlichen, aber äußerst attraktiven Claw bedroht, der behauptet ein Werwolf zu sein. Sie schwankt zwischen Angst und Faszination, und mit einem Mal steht mehr als nur ihr Leben auf dem Spiel ...

Bewertung

Erotisch und animalisch sind wohl die beiden Worte, die dieses Buch am besten beschreiben. Die Hauptprotagonistin Tala, eine Halbindianerin, arbeitet bei Wild Protection und befreit Tiere, die sich in einer Falle verfangen haben, oder hilft bei sonstigen Problemen, die mit ihnen auftreten. Als sie in ein Krankenhaus gerufen wird, in dem ein Rudel verschiedenster Wölfe eingedrungen ist, ändert sich ihr Leben von Grund auf, denn die Wölfe sind Werwölfe und Tala gerät unvermittelt in einen Sog, den sie nicht mehr aufhalten kann.
Sandra Henkes Roman spielt in einer Welt, in der alte Indianermythem durchaus real sind und in der Schamanen und der Volksglaube eine große Rolle spielen. Tala, die sich eher von ihren Wurzeln abgewendet hat, kehrt sich wieder dem alten Glauben zu und das alles, weil ihr ein Rudel Werwölfe begegnet ist. Die Werwölfe, wie sie Henke darstellt, haben nichts mit dem blutrünstigen Wesen mehr gemeinsam, wie es zurzeit wieder in dem Kinofilm "Wolfman" dargestellt wird. Eher romantisiert sich ihre Darstellung von Werwölfen und sie erinnern an die Bis(s)- Bücher, da sie auch in Wolfsgestalt noch Gewalt über sich selbst haben. Allerdings ist das die einzige Parallele zwischen Bis(s) und dem Roman Alphawolf. Henkes Werwölfe sind eindeutig wilder und da das Buch den Untertitel "Ein erotischer Werwolf-Roman" trägt auch erotischer und animalischer. Dies zeigt Henke in ein paar Szenen, in denen sich Tala und der Werwolfanführer Claw, der auch der Alphawolf ist, vereinigen. Mit Blümchensex sind die Sexpassagen in diesem Buch wirklich nicht zu betiteln, aber sie bleiben dennoch so, dass sie auf den Leser erotisch wirken und nicht in den Bereich Hardcore gleiten.Sie sind halt einfach ein bisschen wilder. Auch nehmen die Passagen keine Überhand, so dass man dennoch einem roten Faden in der Geschichte folgen kann.
 
Fazit

Den Geschmack vieler Leute dürfte das Buch nicht treffen, dafür ist es einfach zu speziell. Aber trotzdem ist es eine Lektüre, die man als "nett" bezeichnen kann. Die Handlung ist zwar manchmal etwas dünn und kann einem nicht wirklich vom Hocker reißen, aber eine unterhaltsame Lektüre ist es trotzdem. Sehr witzig fand ich die Idee ihr Buch, oder auf jeden Fall eins mit demselben Titel, in das Buch mit einzubauen. Claw findet es in einem Bücherregal in Talas Wohnung. Es ist nur eine kurze Sequenz, in der das Buch eine Rolle spielt, aber trotzdem bleibt dies dem Leser in Erinnerung.
Wer den animalisch-erotischen Kick sucht, sollte den Roman lesen.

2,5 von 5 Punkten

Wir danken dem Ubooks Verlag für das bereitgestellte Rezensionsexemplar

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