Montag, 3. Dezember 2012

Rezension: Alles für die Katz (Tom Cox)

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Gebunden, 304 Seiten
ISBN: 978-3471350195
14, 95 €
 
 Ein kurzer Einblick

Eigentlich liebt Tom Katzen, aber Terrorkater The Bear macht ihn echt fertig. Der kann sich nicht nur unsichtbar machen und ihm das Essen vom Teller klauen, er verliert auch regelmäßig alle Haare. Als Tom das Herz von Dee erobert, der klugen und hübschen Besitzerin von The Bear, muss er sich wohl oder übel mit der Killerkatze anfreunden. Aber ein hinterhältiger Stubentiger allein reicht nicht: Dee und Tom legen sich noch fünf weitere Katzen zu. Und zwischen verwüsteten Kleiderschränken und erbeutetem Federvieh muss Tom endlich klarstellen, wer hier das Sagen hat: die Miezen oder er.

Bewertung

"Alles für die Katz" ist ein autobiographischer Roman des Katzennarren Tom Cox. Schon vor seiner Geburt beginnt sich sein Schicksal mit dem einer Katze zu verflechten und auch in seinem weiteren Leben scheint es kaum möglich für ihn von dem Phänomen Katze loszukommen. Das führt letzetndlich dazu, dass er sich eine Katzennärrin zur Frau nimmt und mit ihr zusammen dann sechs Katzen im Hause hat. Dreh- und Angelpunkt sind natürlich auch die Katzen in diesem Roman. Hilfreich ist die Katzenzeitleiste von Toms Katzen. Ohne diese würde man schnell den Überblick über die Katzen verlieren, bis sich am Ende des Buches die Sechs aktuellen rauskristallisieren.
Cox schreibt in einer beschwingten Art über sein Leben mit den Katzen. Zwar ist es nicht immer unterhaltsam, doch lässt es sich mehr oder weniger gut weglesen. Wer einen roten Faden oder ähnliches sucht, der wird ihn nicht finden. Es ist ein autobiographischer Roman und Cox zählt einfach nur Begebenheiten auf, die ihn und die Katzen treffen. Im Mittelpunkt steht, mehr als die anderen Katzen, The Bear. The Bear ist erstmal nicht Toms eigene Katze, sondern wird von seiner späteren Frau Dee mit in die Beziehung gebracht. Hat Tom doch immer gedacht ihm würden die Herzen aller Katzen zufliegen, ist dies bei The Bear nicht so. Aus dieser Beziehung entwickeln sich auch äußerst komische Szenen, welche auch im Roman gut dargestellt werden. Worum es immer wieder geht, ist der richtige Wohnort für zwei Menschen und sechs Katzen. Mehrere Umzüge bestimmen somit ihr Leben, wirken aber irgendwann auch etwas langweilig, weil es keine wirklichen Veränderungen gibt.
Aufgelockert wird das Buch durch mehrere Listen. In einer geht es darum, wie man sechs verflixte Katzen füttert und ist eine Anleitung für Housesitter. Diese Fütterungsprozedur wird von Cox sehr lustig beschrieben und ist ein kleines Highlight des Buches. Dann gibt es noch Auszüge aus einem Katzenwörterbuch. Diese Passagen kann man leider nur als absolut sinnfrei bezeichnen und scheinen wohl eher Seitenfüller gewesen zu sein.
Ein Pluspunkt gibt es aber für die Aufmachung des Buches. Das Cover wirkt dank der vielen bunten Katzen sehr ansprechend und spricht auch genau die Zielgruppe für dieses Buch an. Auch die Seite nach dem Umschlag ist ganz in Bordeuxrot gehalten und wird von weißen Katzenpfoten geschmückt.

Fazit

Zielgruppe dieser Hommage an die Katzen sind auf jeden Fall die Katzennarren und Katzennärrinnen unter uns. Leser, die nicht dazu gehören, werden dieses Buch vielleicht irritiert aus der Hand legen. Daher bekommt der Roman von uns

2 von 5 Punkten

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