Freitag, 30. November 2012

Rezension: Zirkusbriefe von Felix (Annette Langen)

Illustriert von: Constanza Droop
Coppenrath Verlag
40 Seiten
ISBN: 978-3-8157-1700-4
14,95 €


Ein kurzer Einblick

Im Bus lernt Sophie Sita kennen, ein Mädchen, das mit ihren Eltern beim Zirkus lebt. Als sie gemeinsam mit Felix Sita, und auch eine Zirkusvorstellung, besucht, wird Felix entführt. So kommt es dazu, dass er mit dem Zirkus durch Deutschland, Österreich und bis in die Schweiz reist und Sophie in seinen Briefen jede Menge über das Leben beim Zirkus berichten kann.

Bewertung

Im Gegensatz zu den anderen Felix-Büchern erfährt man in „Zirkus-Briefe von Felix“ relativ wenig über Geographie und Naturwissenschaft, sondern mehr über das Zirkus-Leben. Zwar bereist Felix auch in diesem Buch verschiedene Städte, doch berichtet er in seinen Briefen hauptsächlich davon, was beim Zirkus passiert und eher weniger über die Städte. So ist auch der Lerneffekt im Bereich Geographie, den Kinder bei diesem Buch haben, wohl geringer als bei den anderen Felix-Büchern.
Stattdessen ist der Schwerpunkt dieses Mal eher sozialkritisch, geht allerdings nicht besonders in die Tiefe. Das Zusammensein von Menschen verschiedener Herkunft und Religion wurde zwar auch schon in anderen Felix-Büchern zumindest kurz angeschnitten, doch in diesem geht es hauptsächlich darum. Im Vergleich zu den anderen Büchern bietet dies eine willkommene Abwechslung. Dass das Miteinander von diesen Menschen anhand der Zirkus-Welt erzählt wird, ist für Kinder wohl besonders interessant. So hat der Zirkus auf Kinder doch in der Regel eine faszinierende Wirkung, so dass sie mehr über ihn erfahren wollen. Zudem wirkt das Buch dadurch sehr farbenroh und fröhlich und enthält auch sehr nette Ideen, wie das Selbstmalen eines Zirkus´.
Im Buch werden Kinder in netter Weise daran herangeführt, dass Vorurteile und Fremdenfeindlichkeit in der Gesellschaft existieren. Aber zugleich zeigt die Geschichte auch auf, dass auch ein friedliches Zusammenleben von Menschen unterschiedlicher Herkunft völlig normal sein kann.
Beim Lesen der Geschichte können Kinder, wie bei allen Felix-Büchern, wieder einiges selbst entdecken. So können sie nicht nur die fünf echten Briefe, die auf den Buchseiten kleben, selbst öffnen und zurückstecken, sondern in ihnen auch einen von Felix gemalten Lageplan vom Zirkus und ein witziges Foto von Felix auf einem Elefanten entdecken. Ein Brief enthält außerdem ein Rezept für einen Möhrensalat, den Kinder gemeinsam mit ihren Eltern nachmachen können. Außerdem hält das Buch als Geschenk noch drei Jongliertücher mit einer Anleitung zum Jonglieren bereit.
Bei den Illustrationen kann man im Vergleich zu den Vorgängerbüchern eine Weiterentwicklung feststellen. So werden die Menschen immer lebendiger dargestellt. Als Altersempfehlung für dieses Buch sind fünf Jahre angegeben. Doch können wohl auch schon Kinder etwa ab drei Jahren an der Geschichte Gefallen finden.

4 von 5 Punkten


Wir danken dem Coppenrath Verlag für das zur Verfügung gestellte Rezensionsexemplar.

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