Freitag, 30. November 2012

Rezension: Vampire! Bissige Liebesgeschichten (Hrsg.: Lindsay Dawn)

Arena Verlag
Taschenbuch, 159 Seiten
ISBN: 978-3-401-50149-9
7,95 €


Ein kurzer Einblick

In diesem kleinen Buch sind mehrere Geschichten über die Liebe von Menschen zu Vampiren zusammengefasst. In mehreren Kurzgeschichten und Romanauszügen, etwa von Stephenie Meyer oder Cassandra Clare, liest man über die Anziehungskraft der Gestalten der Nacht.
 
Bewertung

Dieses Buch bietet für Jugendliche ab 12 Jahren mit seinen kleinen Kurzgeschichten und Romanauszügen eine kurzweilige Unterhaltung, die nicht sehr anspruchsvoll ist und die man zudem auch gut in Etappen lesen kann, da die einzelnen Teile nicht miteinander in Verbindung stehen. Die Romanauszüge stellen im Gegensatz zu den Kurzgeschichten allerdings die Höhepunkte des Buches dar. Bis auf die letzte Kurzgeschichte „Der Schrei der Eulen“ von Christopher Golden treten die anderen Kurzgeschichten eher blass hinter die Romanauszüge zurück. Die Geschichten haben keinen großen Tiefgang, sind sehr vorhersehbar und auch nicht fesselnd oder mitreisend geschrieben, so dass man sie bei ihrer geringen Seitenzahl schnell herunterliest und dann auch weiter keinen Gedanken mehr an sie verschwendet. Nur, wie gesagt, die längere Kurzgeschichte von Christopher Golden ist da anders. Sie schafft es den Leser in seinen Bann zu ziehen und Interesse am Fortgang und dem Hintergrund der Geschichte zu wecken.
Die Romanauszüge sind wohl auch das, was den besonderen Kaufanreiz dieses Buch schafft, denn es wirbt mit einem Beitrag von Stephenie Meyer, nämlich aus „Bis(s) zum Morgengrauen“, aber auch mit Romanauszügen von „City of Ashes“ und „Jungs zum Anbeißen“. Besonders die Auszüge aus den Romanen von Stephenie Meyer und Cassandra Clare machen dabei mit ihrem fesselnden und eindringlichen Stil Lust auf mehr und können somit auch die Leser dazu anregen den gesamten Roman zu lesen. Sie wecken Interesse am Fortgang der Geschichte, in die man hineingestoßen wird, ohne zu wissen, in welchem Teil des Buches man sich befindet. Allerdings bergen auch die Romanauszüge die Gefahr, dass man nicht alles versteht, da man die Vorgeschichte nicht kennt. So treten vor allem in dem Auszug von „City of Ashes“ viele Figuren auf, die komplexe Beziehungen zueinander zu scheinen haben, die man aber ohne den Hintergrund des Rests des Buches nur erahnen kann. Daher wäre hier die Lektüre des Originals wohl empfehlenswerter.
Einen kleinen Höhepunkt des Buches bietet zudem seine Plastikhülle, die mit roter Flüssigkeit gefüllt, den Schein erweckt, als wäre das Buch von Blut bedeckt. Allerdings scheint der Arena Verlag alles in allem hiermit nur auf den momentanen Vampire-Kult aufspringen zu wollen ohne kreative neue Geschichten oder Gedanken und versucht dabei mit den Namen bekannter Autorinnen zu locken.

2 von 5 Punkten

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